Fritz!Fon "Kein Kanal": Auslandsanrufe bei easybell freischalten – so geht's
Ihr wählt eine Rufnummer im Ausland – und statt eines Freizeichens erscheint auf dem Display eures Fritz!Fons nur die Meldung "Kein Kanal". Kein Besetztzeichen, kein Klingeln, einfach nichts. Die Ursache liegt in den meisten Fällen nicht an eurer FRITZ!Box oder am Telefon, sondern am VoIP-Anbieter: Bei easybell sind bestimmte Ländervorwahlen für ausgehende Anrufe über eine sogenannte Sperrliste blockiert. Das ist grundsätzlich auch ein sinnvoller Schutz vor ungewollt hohen Telefonkosten (etwa durch teure Servicenummern im Ausland oder missbräuchliche Anrufe). Wer aber bewusst ins Ausland telefonieren möchte, muss die gewünschte Vorwahl erst freischalten. Wie das funktioniert, zeigen wir euch hier Schritt für Schritt.
Auslandsanrufe freischalten: Schritt für Schritt
Die Freischaltung nehmt ihr direkt im easybell Kundencenter (my.easybell) vor – der Vorgang dauert nur wenige Minuten:
- Einloggen: Meldet euch zunächst im easybell Kundencenter an.
- Zum Telefonanschluss: Klickt im Menü auf "Telefonanschluss" und dort auf "Verbindungen".
- Anschluss auswählen: Wählt aus der Liste euren gewünschten Anschluss bzw. die Verbindung aus, für die ihr Auslandsanrufe freischalten möchtet.
- Konfiguration öffnen: Scrollt auf der neuen Seite etwas nach unten und klickt unter dem Punkt "Konfiguration" auf den Button "Ändern".
- Sperrliste aufrufen: Scrollt auch auf dieser Seite wieder nach unten, bis ihr den Bereich "Sperrliste/Freigabeliste" erreicht. Klickt dort in der Tableiste auf "Ausgehende Anrufe".
- Ländervorwahl löschen: Ihr seht nun eine Liste mit etlichen Ländervorwahlen, die aktuell gesperrt sind. Sucht die gewünschte Vorwahl heraus und entfernt sie per Klick auf das Mülleimer-Symbol und stellt außerdem sicher, dass darunter auch die "Ausland" Checkbox aktiviert ist.
- Speichern: Klickt abschließend auf "Speichern" – fertig! Die Auslands-Blockade für diese Vorwahl ist aufgehoben und ihr könnt sofort ins Ausland telefonieren.

Hintergrund: Sperrliste vs. Freigabeliste
Easybell kennt bei ausgehenden Anrufen grundsätzlich zwei Modi:
Sperrliste (Blockmode): Der Anschluss ist generell für alle ausgehenden Anrufe freigegeben. Nur die Rufnummern und Vorwahlen, die ihr explizit auf die Liste setzt, können nicht angerufen werden. Das ist der übliche Modus, bei dem ihr wie oben beschrieben einzelne Ländervorwahlen löscht.
Freigabeliste (Allowmode): Hier ist umgekehrt zunächst alles gesperrt – nur Ziele, die ihr ausdrücklich freigebt, sind erreichbar. Dieser Modus eignet sich etwa für Firmenanschlüsse, bei denen aus Sicherheitsgründen nur definierte Ziele angerufen werden dürfen.
Tipp: Einzelne Anrufe per Entsperrungs-PIN freischalten
Wer die Ländersperrliste als Schutz aktiviert lassen möchte, muss nicht bei jedem Auslandsanruf erst das Kundencenter bemühen. Stattdessen könnt ihr eine Entsperrungs-PIN festlegen, mit der sich die Sperre für einen einzelnen Anruf temporär umgehen lässt.
Die PIN legt ihr ebenfalls im Bereich "Sperrliste/Freigabeliste" fest. Anschließend wählt ihr vor der gewünschten Rufnummer einfach den Entsperrungscode gefolgt von eurer PIN:
- Standard: *80* + PIN + Rufnummer
- An FRITZ!Boxen: *#*80* + PIN + Rufnummer
Ein Beispiel: Lautet eure PIN 1234 und ihr möchtet die gesperrte Rufnummer 030 1234567 anrufen, wählt ihr *80*12340301234567. An einer FRITZ!Box – also auch mit einem Fritz!Fon – lautet die Wahl entsprechend *#*80*12340301234567.
So bleibt die Sperrliste als Kostenschutz aktiv, und nur wer die PIN kennt, kann gesperrte Ziele anrufen – ideal, wenn mehrere Personen den Anschluss nutzen.
Hinweise zu Kosten und Sicherheit
Tarifdetails prüfen: Auslandsanrufe sind in der Regel nicht in Flatrates enthalten. Werft daher vor dem ersten längeren Gespräch einen Blick in die Preisliste eures Tarifs – die Minutenpreise unterscheiden sich je nach Zielland teils deutlich.
Sperren gezielt aufheben: Statt pauschal alle Ländervorwahlen zu löschen, empfiehlt es sich, nur die tatsächlich benötigten Ziele freizuschalten. So bleibt der Schutz vor versehentlichen Anrufen zu teuren Sonder- oder Satellitenrufnummern erhalten.
Nicht vergessen: Die Einstellungen gelten je Verbindung. Nutzt ihr mehrere Anschlüsse oder Trunks bei easybell, müsst ihr die Freischaltung gegebenenfalls für jede Verbindung einzeln vornehmen.
Fazit
Die Meldung „Kein Kanal" am Fritz!Fon ist beim Versuch eines Auslandsanrufs über easybell kein Grund zur Panik: In den allermeisten Fällen steckt einfach die Ländersperrliste im Kundencenter dahinter. Nach dem Löschen der gewünschten Vorwahl aus der Liste funktionieren die Anrufe sofort. Und wer die Sperre als Kostenschutz behalten will, umgeht sie bei Bedarf einfach per Entsperrungs-PIN – an der FRITZ!Box mit dem Code *#*80*.