Eigene Homepage: Was sollte man beachten?

In dem folgenden Ratgeber möchten wir heute einmal das Thema „eigene Homepage“ etwas näher beleuchten. Neben den rechtlichen und gesetzlichen Grundanforderungen, gehen wir auch auf gestalterische und technische Hintergründe im Bezug auf die eigene Webseiteerstellung ein um euch einen erfolgreichen Homepageauftritt zu ermöglichen.

Inhaltsübersicht

Programmieren oder Homepage-Baukasten?

Je nachdem über welche Kenntnisse man im Webbereich verfügt, kann man sich bei der Websiteerstellung entweder auf einen Homepage-Baukasten verlassen oder das ganze auch komplett selbst programmieren. Während letzteres oftmals jahrelange Einarbeitung erfordert, versprechen entsprechende Homepage Bausysteme eine Website-Erstellung innerhalb weniger Minuten.

In den Anfangszeiten des Internets hatten solche Baukastensysteme einen eher schlechten Ruf, doch dies hat sich durch die technische Entwicklung mittlerweile deutlich geändert. Dank dieser, kann man heutzutage ganz einfach eine eigene Website erstellen. Homepage-Baukästen Anbieter wie Wix.com bieten euch Homepage-Komplettpakete für wenige Euro pro Monat, dabei kann aus zahlreichen Designs ausgewählt und diese anschließend umfangreich im Webbrowser an eure Bedürfnisse angepasst werden. Spezielle technische Grundkenntnisse werden somit, selbst für recht aufwendige Webseiten, nicht mehr zwingend benötigt.

Rechtliche Anforderungen

Bevor man sich seine eigene Homepage erstellt, sollte man sich zunächst einmal mit den rechtlichen Grundanforderungen in Deutschland auseinandersetzen. Für eine einfache Webseite oder ein Onlineportfolio wird neben einem öffentlich einsehbaren Impressum auch eine Datenschutzerklärung benötigt. Ein Impressum enthält dabei den Namen sowie die Adressdaten des jeweiligen Seitenbetreibers und kann leicht über verschiedene Onlinegeneratoren erstellt werden. Weiterhin ist jede Webseite in der EU verpflichtet eine Datenschutzerklärung bereit zu halten, diese lässt sich ebenfalls von verschiedenen Rechtsanwaltskanzleien kostenfrei im Internet generieren – hierauf sollte jedoch geachtet werden, dass der jeweilige Generator bereits die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) berücksichtigt.

Bei dem Betrieb von Onlineshops wird es dagegen schon etwas aufwendiger und umfangreicher: Neben eines Impressum, muss hier ebenfalls eine Datenschutzerklärung sowie eine AGB, wie auch Widerrufsbelehrung, auf der Internetseite zu finden sein. Da in Deutschland durch das Wettbewerbsrecht relativ oft abgemahnt wird, sollte der jeweilige Onlineshop auf jedenfall zuvor von einem Rechtsanwalt auf eventuelle rechtliche Stolperstellen überprüft werden um spätere Rechtsstreitigkeiten und vor allem auch hohe Kosten zu vermeiden.

SSL-Verschlüsselung

Da Cybersicherheit immer mehr Beachtung findet, sollte eine moderne Webseite auch über entsprechende Verschlüsselungsmechanismen verfügen. Dies kann beispielsweise über eine sogenannte SSL-Verschlüsselung umgesetzt werden, eine solche ist unter anderem an dem kleinen Schlosssymbol in eurer Browser-Adressleiste erkennbar und bietet damit auch marketingtechnisch einen Vorteil gegenüber eventuellen Mitbewerbern.

Bei den meisten Webanbietern lässt sich eine solche SSL-Verschlüsselung mittlerweile recht leicht aktivieren und oftmals auch ohne Mehrkosten nutzen. Formulardaten die durch eure Besucher übermittelt werden, sind damit abgesichert vor eventuellen Hackerattacken und können somit nicht mehr manipuliert werden. Weiterhin bevorzugen manche Suchmaschinen Webseiten mit SSL-Verschlüsselung in den Suchergebnissen, sodass dies definitiv im Jahre 2019 eingesetzt werden sollte.

Modernes Webdesign für mehr Besucher

Ein weiterer wichtiger Unterpunkt bei der Homepageerstellung ist die Gestaltung der jeweiligen Webseite. Heutzutage müssen einige gestalterische Hintergründe beachtet werden um seinen Webauftritt auch optisch in das richtige Licht zu rücken.

Besonders wichtig ist an dieser Stelle ein sogenanntes responsive Design, dabei unterstützt die Homepage mehrere verschiedene Bildschirmgrößen und passt sich dynamisch an die verfügbare Fenstergröße an. So werden Elemente verschoben oder verkleinert, wenn diese auf einem Smartphone-Display betrachtet werden, während auf einem Desktop-PC der zusätzliche Platz besser für die Darstellung ausgenutzt wird.

Aber auch designtechnisch haben sich Webseiten im Gegensatz zu früher deutlich gewandelt: Heutzutage werden oftmals Videohintergründe oder auch parallax 3D-Effekte genutzt um die Homepage optisch ansprechender zu gestalten. Hierfür wird neustes HTML5 in Kombination mit CSS3 und Javascript verwendet, proprietäre Flash- oder Java-Inhalte gehören dagegen der Vergangenheit an und sollten möglichst vermieden werden.

Suchmaschinenoptimierung & Marketing

Ein wichtiger Unterpunkt bei der Erstellung von Webseiten ist außerdem die Suchmaschinenoptimierung, hierfür ist unter anderem guter und qualitativer Inhalt notwendig um auf den vorderen Plätzen der Google-Suche mitmischen zu können.

Weiterhin müssen auch im Seitenquelltext einer Homepage gewisse Voraussetzungen geschaffen werden, damit eine Suchmaschine diese ordnungsgemäß indexieren kann, deshalb sollte man seinen Fokus zudem auch auf den Titel- und sogenannten Description-Meta-Tag einer Webseite legen. Homepage-Baukastensysteme ermöglichen dies meist standardmäßig, bei CMS-Systemen gibt es dagegen entsprechende Plugins um diese Fähigkeit nachzurüsten.

Für bessere Suchmaschinenoptimierung bietet es sich zudem an, seine Besucherströme genauer zu analysieren, dazu sollten potentielle Webmaster einmal ihren Blick auf die Google Search Console oder auch Google Analytics richten. Mit diesen Tools können Besucher erfasst und die beliebtesten Suchbegriffe ausgewertet werden, um anschließend die Webseite anpassen und optimieren zu können.

Wer zusätzlich auch noch etwas Werbebudget übrig hat, kann übrigens auch direkt bei den unterschiedlichen Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken Werbung für seine neue Webseite schalten. Die Klickpreise liegen dabei meist im Centbereich und es kann nach bestimmten Besuchergruppen gefiltert werden, um so auch relativ zielgruppenorientiert werben zu können.

Inhalte und Videos

Für einen nachhaltigen Besucherstrom müssen die Inhalte einer Webseite klar und strukturiert aufgebaut sein. Der Fokus sollte also ohne Zweifel auf dem erstellen hochwertiger Texte liegen, damit auch langfristig gute Besucherzahlen erzielt werden können.

Je nachdem in welcher Branche man tätig ist, kann aber auch das erstellen von zusätzlichen Videoinhalten Sinn machen. Durch die Verbreitung immer leistungsstärkerer Breitbandzugängen ist die Videonutzung im Internet so hoch wie noch nie und auch die Werbebranche erzielte durch Videowerbung in den letzten Jahren die höchsten Umsätze.

Videoplattformen wie YouTube ermöglichen das kostenfreie hosten von euren aufgenommen Clips, des weiteren ist damit auch das einbinden des Videocontents in die eigene Webseite möglich. Diese Funktion besteht auch bei den meisten Homepage-Baukästen und sollte nach Möglichkeit daher auch genutzt werden, um die Besucher länger auf der entsprechenden Webseite zu halten und so die Verweildauer zu erhöhen. Dies kann sich unter Umständen auch positiv auf das Suchmaschinenranking auswirken.

Web Applikationen

Für fortgeschrittene Nutzer, die sich nicht nur mit standardmäßigen Webseiten zufrieden geben, gibt es durch spezielle Web-Entwickerplattformen zusätzliche Möglichkeiten seine Homepage zu individualisieren. Eine solche Plattform, die euch genau diese Funktion bietet, ist hierbei etwa Corvid von Wix, diese neue Cloud basierte Development Plattform bietet alle möglichen Features für die Umsetzung professioneller Webanwendungen.

Neben relativen Standardaufgaben wie das auswerten von Formulardaten oder ähnlichem, können auch externe Entwicklerschnittstellen genutzt werden um beispielsweise eine Bildanalyse mit Hilfe der Google Webdienste durchzuführen oder alternativ auch Markierungen auf einer eingebundenen Google Maps Karte anzeigen zu lassen.

Mit Corvid können außerdem auch umfangreiche Inhalte, wie Javascript basierte Spiele, oder aufwendige Shop-Applikationen entwickeln und in die jeweilige Webseite eingebunden werden. Die Inhalte lassen sich dabei in einer Cloud-Datenbank sichern und können von dort aus weiterverarbeitet werden. Dadurch sind Kalkulationen in Echtzeit möglich und dank Technologien wie node.js auch direkt präsentierbar.



HTML-Quelltext einer Webseite. (Bild: Xgadget.de)
Datum:
05.05.2019, 14:45 Uhr
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