Meta VR Glasses: Neue VR-Brille wiegt nur 100 Gramm
Meta will Virtual Reality mit einer neuen Brille alltagstauglicher machen. Die für Frühjahr 2027 angekündigten Meta VR Glasses setzen auf eine ungewöhnliche Split-Architektur. Rechenchip, Speicher und Akku sitzen diesmal nicht direkt in der Brille, sondern in einem separaten Puck (wie bei der Apple Vision Pro), der sich an der Kleidung befestigen lässt. Dadurch bringt die Brille selbst nur rund 100 Gramm auf die Waage und soll sich deutlich näher am Tragegefühl einer normalen Brille bewegen.
Im Mittelpunkt steht weniger klassisches VR-Gaming als der virtuelle Bildschirm. Meta setzt dafür erstmals auf Micro-OLED-Displays mit 2412 × 2288 Pixeln pro Auge und einer hohen Bildschärfe von 37 Pixeln pro Grad. Filme und Serien sollen dadurch besonders klar wirken, unterstützt werden unter anderem Dolby Vision und IMAX Enhanced. Zum Start will Meta zudem das Angebot an 2D- und 3D-Inhalten deutlich ausbauen. Geplant sind unter anderem 3D-Filme über Disney+ und immersive Sportübertragungen.

Auch technisch geht Meta bei diesem Produkt neue Wege. Die Brille kombiniert Mixed Reality mit einem vergleichsweise offenen Sichtfeld, sodass die reale Umgebung nicht vollständig abgeschottet wird. Im externen Puck steckt Qualcomms neue Snapdragon-Reality-Elite-Plattform, ergänzt durch 12 GB RAM und 128 GB Speicher. Über USB-C lässt sich die Brille außerdem mit PCs, Smartphones, Handhelds oder Spielekonsolen verbinden. Der Akku soll bei der Wiedergabe hochauflösender Inhalte bis zu drei Stunden durchhalten.
Für die Bedienung setzt Meta auf Blicksteuerung, Handgesten und Sprachbefehle. Eye- und Face-Tracking ermöglichen darüber hinaus die neue Telepräsenz-Funktion "Hologram", bei der Nutzer als fotorealistische Avatare mit erkennbarer Mimik und Augenbewegung dargestellt werden. Controller sind nicht erforderlich, können für bestimmte Spiele aber weiterhin mit der Brille gekoppelt werden.
Mit einem angekündigten US-Preis von 1.299 US-Dollar positioniert Meta die VR Glasses deutlich unter Apples Vision Pro. Gleichzeitig soll die neue Brille keine Quest ablösen, sondern eine eigene Produktkategorie begründen. Ob das Konzept aus leichter Brille, ausgelagerter Rechentechnik und starkem Fokus auf Medien tatsächlich den Sprung vom Nischenprodukt zum Alltag schafft, wird sich ab dem Marktstart im Frühjahr 2027 zeigen.