Mac Studio gibt es jetzt mit M5 Ultra

Apple erweitert überraschend seine M5-Prozessorfamilie um den M5 Ultra und bringt gleichzeitig eine neue Generation des Mac Studio auf den Markt. Der neue Chip soll vor allem bei anspruchsvollen KI-Anwendungen seine Stärken ausspielen. Begleitet wird die Hardware von macOS 27, das den Codenamen Golden Gate trägt.

Der M5 Ultra basiert wie seine Vorgänger auf zwei zusammengefügten Max-Chips und kommt auf bis zu 36 CPU-, 32 NPU- und 80 GPU-Kerne. Die Speicherbandbreite erreicht dank einer 1.024-Bit-Anbindung bis zu 1,2 TByte pro Sekunde. Besonders auffällig ist der Arbeitsspeicher: Das Ultra-Modell lässt sich künftig mit bis zu 512 GByte RAM ausstatten. Die M5-Max-Variante bleibt mit bis zu 18 CPU-, 16 NPU-, 40 GPU-Kernen und 128 GByte Speicher etwas darunter.

Technisch setzt Apple beim M5 Ultra erstmals auf vier Chiplets. Gefertigt werden sie bei TSMC im 3-Nanometer-Verfahren. Beim Mac Studio zeigt sich damit auch klar, wohin die Reise geht. Während das Modell mit M5 Max weiterhin Kreative und professionelle Anwender anspricht, richtet sich die Ultra-Version vor allem an KI-Forscher und Entwickler, die große Modelle nicht nur ausführen, sondern auch trainieren wollen.

Mehrere Mac Studios lassen sich über Thunderbolt 5 zu einem Cluster verbinden. Dank Remote Direct Memory Access können die Geräte dabei direkt auf den Speicher der jeweils anderen Systeme zugreifen. Apple verspricht mit vier zusammengeschalteten Mac Studios noch eine Verdreifachung der Inferenzleistung. Mit insgesamt 2 TByte Arbeitsspeicher sollen sich zudem sehr große Open-Source-Modelle mit nahezu zwei Billionen Parametern betreiben lassen.

Auch bei der übrigen Ausstattung hat Apple nachgelegt. Eine PCIe-Gen6-SSD soll das Laden großer Modelle beschleunigen, während der neue N1-Chip Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützt. Die Preise zeigen allerdings deutlich, an wen sich das Spitzenmodell richtet. Der Mac Studio mit M5 Max startet bei 2.999 Euro, die Ultra-Version bei 6.599 Euro. Vorbestellungen sind bereits möglich, ausgeliefert wird ab dem 22. September 2026. Die maximale Ausstattung mit M5 Ultra, 1 TByte SSD und 256 GByte RAM kostet 12.429 Euro. Die Variante mit 512 GByte Speicher soll Ende Oktober folgen und dürfte preislich vermutlich nahe an 20.000 Euro liegen.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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