YouTube verschärft Monetarisierungs-Anforderungen
Für neue YouTuber wird es ab Februar 2027 schwieriger, mit ihren Videos Werbeeinnahmen zu erzielen. YouTube hebt die Zugangshürden für das Partnerprogramm nämlich deutlich an. Wer künftig neu aufgenommen werden möchte, benötigt entweder 8.000 monetarisierbare Wiedergabestunden innerhalb von zwölf Monaten oder 20 Millionen monetarisierbare Shorts-Aufrufe innerhalb von 90 Tagen. Die Grenze von 1.000 Abonnenten bleibt dagegen unverändert.
Damit verdoppelt YouTube die bisherigen Anforderungen. Bislang reichen 4.000 Wiedergabestunden oder 10 Millionen Shorts-Aufrufe aus. Für bestehende Mitglieder des Partnerprogramms ändert sich zunächst nichts. Sie müssen die neuen Schwellenwerte nicht nachträglich erfüllen. Nach Angaben von YouTube handelt es sich um die erste größere Anpassung der Aufnahmekriterien seit 2018.
Besonders für Shorts-Creator wird regelmäßige Reichweite wichtiger, denn ab Februar 2027 müssen sie innerhalb der jeweils zurückliegenden 90 Tage mindestens 10 Millionen monetarisierbare Aufrufe erzielen, um weiterhin am Werbe- und Abo-Umsatz des Shorts-Pools beteiligt zu werden. Wer diese Marke verfehlt, verliert allerdings nicht automatisch alle Möglichkeiten zur Monetarisierung. Einnahmen mit längeren Videos bleiben weiterhin möglich.
Gleichzeitig will YouTube zusätzliche Wege schaffen, mit denen Creator unabhängig von klassischer Werbung Geld verdienen können. Geplant sind unter anderem Boni im Zusammenhang mit YouTube Shopping, Produktionsguthaben für Kooperationen mit Marken sowie weitere Prämien für bestimmte Aktionen und Trends. Konkrete Details zu diesen Angeboten stehen allerdings noch aus.