Tesla will Model S und Model X als Open Source veröffentlichen
Elon Musk hat angekündigt, dass Tesla die Entwicklung von Model S und Model X künftig als Open Source veröffentlichen möchte. Als Vorbild nennt er die Freigabe des ursprünglichen Tesla Roadsters. Allerdings sorgt genau dieses Beispiel für Skepsis, denn die damalige Veröffentlichung fiel deutlich kleiner aus, als viele erwartet hatten.
Beim Roadster stellte Tesla lediglich einige CAN-Datenbanken, eine Diagnosesoftware und wenige technische Dokumente bereit. Wichtige Bestandteile wie CAD-Dateien, Schaltpläne, Quellcode oder vollständige Konstruktionsunterlagen fehlten dagegen. Zudem wurden Teile der Dokumentation nur über das Tesla-Serviceportal zugänglich gemacht.
Auch aus rechtlicher Sicht entsprach die Veröffentlichung nicht dem klassischen Verständnis von Open Source. Zwar konnten die Dateien eingesehen werden, eine Lizenz, die das Bearbeiten, Weiterverbreiten oder Nachbauen ausdrücklich erlaubt, gab es jedoch nicht. Damit blieben die üblichen Freiheiten, die mit Open-Source-Projekten verbunden sind, aus.
Ob Tesla bei Model S und Model X einen größeren Schritt geht, bleibt abzuwarten. Sollte das Unternehmen erneut nur ausgewählte Diagnosewerkzeuge und technische Informationen veröffentlichen, dürfte die Ankündigung viele Entwickler und Enthusiasten enttäuschen. Erst eine umfassende Freigabe von Quellcode, Konstruktionsdaten und einer passenden Open-Source-Lizenz würde dem Begriff tatsächlich gerecht werden.