USA setzen BYD, Alibaba und Baidu auf schwarze Liste
Die US-Regierung hat mehrere große chinesische Technologiekonzerne auf ihre sogenannte Section 1260H Liste gesetzt. Betroffen sind unter anderem BYD, Alibaba und Baidu. Das Pentagon begründet die Entscheidung mit angeblichen Verbindungen der Unternehmen zu Chinas Strategie der militärisch zivilen Fusion, bei der technologische Entwicklungen aus der Privatwirtschaft auch für militärische Zwecke nutzbar gemacht werden können.
Direkte Wirtschaftssanktionen sind mit der Aufnahme allerdings nicht verbunden, dennoch gilt der Schritt als wichtiges politisches Signal. Die USA betrachten zunehmend nicht nur klassische Rüstungsunternehmen, sondern auch Technologieanbieter aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Datenverarbeitung und Elektromobilität als sicherheitsrelevant.
Die betroffenen Konzerne weisen wenig überraschend die Vorwürfe entschieden zurück und sprechen von einer unbegründeten Einstufung. Für die genannten Unternehmen könnte die Entscheidung dennoch Folgen haben. Die Aufnahme auf die Liste kann Investoren verunsichern, regulatorische Risiken erhöhen und künftige Geschäftsbeziehungen mit amerikanischen Behörden erschweren.
Besonders für BYD ist die Entwicklung von Bedeutung, da der Elektroautohersteller seine internationale Expansion weiter vorantreibt. Gleichzeitig zeigt der Schritt allerdings auch, wie stark sich der geopolitische Wettbewerb zwischen den USA und China inzwischen auf Zukunftstechnologien konzentriert.