Starlink für Militärdrohnen wird deutlich teurer
Das US Militär muss künftig für bestimmte Kamikazedrohnen offenbar deutlich höhere Kosten für die Starlink Anbindung einplanen. Laut einem Bericht wurde der bisherige Preis von rund 5.000 US Dollar pro Drohne auf fast 25.000 US Dollar angehoben. Dabei geht es um Fluggeräte, die oft nur wenige Minuten oder Stunden im Einsatz sind und anschließend mit ihrem Ziel zerstört werden.
Betroffen ist die Drohne LUCAS, ein kostengünstiges Angriffssystem, das erstmals Anfang des Jahres bei Einsätzen gegen den Iran genutzt wurde. Die Drohne basiert auf einem Konzept, das sich an der iranischen Shahed 136 orientiert. Während der Begriff Low Cost zunächst auf einen Preis von etwa 30.000 US Dollar pro Einheit verwies, steigt der Gesamtaufwand durch die höheren Verbindungskosten nun auf rund 50.000 US Dollar.
Hintergrund der Preiserhöhung ist die Einstufung von SpaceX. Das Unternehmen betrachtet die bisher genutzten Tarife offenbar als ungeeignet für kurzlebige Flugdrohnen und verlangt stattdessen Preise aus dem Luftfahrtbereich. Da vergleichbare Alternativen fehlen, bleibt dem US Militär wenig Spielraum.
Zusätzliche Diskussionen lösten Aussagen von Elon Musk zur Nutzung von Starlink in Waffensystemen aus. Gleichzeitig gibt es inzwischen Widerspruch zu einzelnen Berichten. Sowohl Musk als auch das US Verteidigungsministerium haben Teile der Darstellung zuletzt bestritten. Damit bleibt offen, ob die tatsächliche Preisgestaltung und die Nutzungsvorgaben vollständig so umgesetzt wurden.