Tesla greift durch: 100.000 manipulierte Fahrzeuge verlieren FSD-Zugang
Der Autobauer Tesla geht nun konsequent gegen die illegale Nutzung seines Fahrassistenzsystems Full Self-Driving vor. Weltweit wurden zuletzt nämlich mehr als 100.000 Fahrzeuge aus dem System ausgeschlossen, nachdem Nutzer per Jailbreak und spezieller Hardware Funktionen aktiviert hatten, die in ihren Regionen noch gar nicht freigegeben sind.
Die Manipulation erfolgte oftmals über externe Module, die in das Fahrzeugnetzwerk eingreifen und regionale Beschränkungen umgehen. Diese Technik wurde unter anderem in Europa und Asien eingesetzt und ermöglichte es Fahrern, FSD trotz fehlender Zulassung zu nutzen. Tesla erkannte allerdings diese Eingriffe und deaktivierte daraufhin aus Sicherheitsgründen die betroffenen Assistenzfunktionen. Nutzer wurden direkt im Fahrzeug über den Eingriff informiert.
Der Hersteller macht deutlich, dass solche Modifikationen nicht nur unzulässig, sondern auch riskant sind. Laut Tesla stellen die verwendeten Geräte eine potenzielle Gefahr für die Cybersicherheit dar, da sie neue Schwachstellen ins System bringen können. Zudem weist das Unternehmen jede Verantwortung zurück und betont, dass Fahrer bei Unfällen im Zusammenhang mit solchen Eingriffen vollständig selbst haften.
Auch rechtlich kann die unerlaubte Nutzung Konsequenzen haben. In einigen Ländern drohen empfindliche Strafen bis hin zu Haftstrafen. Ob und wann betroffene Fahrzeuge ihre Funktionen zurückerhalten, bleibt offen und dürfte stark von den jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängen. Während FSD in Deutschland weiterhin nicht verfügbar ist, gibt es erste Fortschritte in Europa. In den Niederlanden wurde das System kürzlich genehmigt, was zeigt, dass die offizielle Einführung näher rückt.