Sora: Warum OpenAI die Reißleine zog

Die kürzlich verkündete Einstellung der Sora Video-App wirkt auf den ersten Blick überraschend, ist aber vor allem eine nüchterne wirtschaftliche Entscheidung von OpenAI. Das KI-Tool zur Videogenerierung hatte zwar einen viel beachteten Start und erreichte zeitweise rund eine Million Nutzer, doch das Interesse ließ schnell nach und die Zahlen halbierten sich. Gleichzeitig explodierten die Kosten im Hintergrund.

Der Kern des Problems liegt in der Natur der Technologie, denn die Erstellung von Videos mit modernen KI-Modellen benötigt enorme Rechenleistung. Jede generierte Szene bindet wertvolle Hardware und treibt die Ausgaben in die Höhe. Berichten zufolge soll Sora täglich etwa eine Million US-Dollar verschlungen haben, ohne dass die Nutzung diese Kosten rechtfertigen konnte. Damit wurde das Projekt zunehmend zu einer Belastung für OpenAI, statt ein Wettbewerbsvorteil zu sein.

In einem Umfeld, in dem Rechenkapazität zu den knappsten Ressourcen zählt, musste OpenAI also priorisieren. Ressourcen, die in ein wenig genutztes und teures Produkt fließen, fehlten an anderer Stelle. Trotzdem dürfte der Konzern die Videoerstellung nicht komplett auf das Abstellgleis stellen, sondern könnte vermutlich eine ähnliche Funktionalität in Zukunft auch in die ChatGPT-App integrieren.

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Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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