Swisscom zieht in der Schweiz den Stecker bei 3G

Pünktlich mit dem Jahreswechsel hat Swisscom in der Schweiz begonnen, das 3G-Mobilfunknetz schrittweise abzuschalten. Der Prozess war lange angekündigt und soll sich nun über mehrere Wochen erstrecken. Ziel ist es, die bisher genutzten Frequenzen im 900-MHz-Band effizienter einzusetzen und Platz für modernere Mobilfunktechnologien zu schaffen.

Der Schritt kommt dabei wenig überraschend, denn über das 3G-Netz läuft heute weniger als ein Prozent des mobilen Datenverkehrs, gleichzeitig blockiert die veraltete Technik aber einen spürbaren Teil der Antennenkapazitäten. Dennoch sind noch rund 180.000 Kunden betroffen, darunter private Nutzer und Unternehmen, die bislang auf 3G-Geräte setzen. Für sie bedeutet die Abschaltung, dass ein Umstieg auf 4G- oder 5G-fähige Technik unvermeidlich wird.

3G hatte bei seiner Einführung vor rund zwei Jahrzehnten eine zentrale Rolle gespielt und den mobilen Internetzugang überhaupt erst massentauglich gemacht. Inzwischen haben sich jedoch leistungsfähigere Netze etabliert. Sunrise hat UMTS bereits im Sommer 2025 abgeschaltet, während Salt das 3G-Netz noch bis mindestens Ende 2026 betreiben will. Swisscom selbst hatte übrigens im Jahr 2021 bereits das noch ältere GSM-Netz abgeschaltet, auch Sunrise UPC zog schließlich als letzter Netzbetreiber in der Schweiz Anfang 2023 nach und schaltete ebenfalls das 2G-Netz komplett ab.



Ältere Smartphones die nur 2G- und UMTS-fähig waren können im Netz der Swisscom nicht mehr betrieben werden. (Symbolbild: Apple Inc.)
Datum:
03.01.2026, 00:01 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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