DDR4-RAM wird deutlich teurer – starker Preisanstieg erwartet

Wer derzeit über ein PC-Upgrade mit DDR4-RAM nachdenkt, sollte sich beeilen: Laut Marktbeobachtungen von Trendforce stehen massive Preiserhöhungen bevor. Demnach könnten die Preise für DDR4-Speicher bis Ende September um bis zu 43 Prozent steigen. Bereits jetzt ist ein klarer Aufwärtstrend erkennbar: Ein 32-GB-Kit DDR4-3200, das im Mai noch unter 50 Euro erhältlich war, kostet aktuell meist über 60 Euro, mit steigender Tendenz.

Hintergrund der Preisentwicklung ist die Umstellung großer Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron auf moderne Speichertechnologien wie DDR5, LPDDR5X oder HBM3. DDR4 wird zunehmend seltener produziert, während gleichzeitig viele PC- und Serverhersteller ihre Lager mit kompatiblem Speicher auffüllen – das klassische Nachfrage-Angebots-Dilemma.

Neben DDR4 sollen auch andere ältere Speicherstandards teurer werden. LPDDR4X, häufig in Notebooks mit AMDs Ryzen 6000/7030 oder Intels Tiger-Lake-Prozessoren verbaut, soll um 23 bis 28 Prozent teurer werden. GDDR6, der Speichertyp aktueller Radeon-Grafikkarten, könnte sogar um 28 bis 33 Prozent steigen.

Besonders hart trifft es Mini-PC's und Budget-Systeme, vor allem auf AMDs AM4-Plattform. Diese ist trotz ihres Alters dank starker Preis-Leistung weiter beliebt, doch mit steigenden Speicherpreisen sinkt der Preisvorteil gegenüber neueren Plattformen wie AM5. Wer also noch DDR4, LPDDR4X oder GDDR6 benötigt, sollte nicht lange zögern. Die Preise ziehen bereits an und ein Ende der Entwicklung ist laut aktuellen Prognosen derzeit nicht in Sicht.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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Kommentare

3 Kommentare zu “DDR4-RAM wird deutlich teurer – starker Preisanstieg erwartet”

  1. […] selbst Einsteigergeräte teurer werden: Der Kostendruck auf dem Chipmarkt sei enorm gestiegen, insbesondere bei Speicherchips, wie wir bereits kürzlich berichtet […]

  2. […] nicht nur DDR5-Speicher ist von den Preiserhöhungen betroffen, auch älterer DDR4-Speicher wird derzeit zur Mangelware und ist im Vergleich zum Sommer um teilweise das dreifache […]

  3. […] Laut Gerüchten muss Microsoft nämlich wohl erneut an der Preisschraube drehen, da die Arbeitsspeicherpreise deutlich angestiegen […]

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