Fritz!Dect Repeater 100 im Test: Gute Features & kleinere Schwächen

Solltet ihr in eurer Wohnung auf AVM-Hardware setzen und ein paar Probleme mit der DECT-Abdeckung haben, so könnte ein passender Repeater von der gleichen Firma Abhilfe schaffen. Der Hersteller verspricht mit dem „Fritz!Dect Repeater 100„* nämlich eine deutlich verbesserte Abdeckung, doch entspricht dies der Wahrheit? Wir haben dies in dem folgenden Beitrag getestet.

Unboxing

Auch der Fritz!Dect Repeater 100 kommt in einem typisch blauen AVM-Karton. Im Lieferumfang ist neben dem eigentlichen Repeater auch noch eine ausführliche deutsche Bedienungsanleitung enthalten. Im folgenden haben wir euch unser unkommentiertes Unboxing-Video eingebunden:

Technische Daten

Bevor wir uns an den eigentlichen Testbericht machen, schauen wir uns vorab das technische Datenblatt des Repeaters etwas genauer an:

  • Erweitert den Sende- und Empfangsbereich für DECT-Telefone
  • 3 Gespräche gleichzeitig möglich
  • Unterstützt auch HD-Telefonie
  • Integrierter Temperatursensor für die letzten 24 Stunden
  • Reichweite durch weitere DECT-Repeater erweiterbar
  • Integrierte durchgeleitete Steckdose
  • automatisches Handover zwischen Fritz!Box und Repeater

Einrichtung

Für die Ersteinrichtung sollte der Fritz!Dect Repeater 100 direkt neben der Fritz!Box in eine Steckdose gesteckt werden. Danach wartet einen Moment und drückt anschließend die DECT-Taste des Repeaters. Direkt im Anschluss muss dann auch die DECT-Taste der Fritzbox gedrückt werden – danach sollten beim Repeater beide LED’s aufleuchten, damit sind beide Geräte miteinander verknüpft.

Der Repeater kann nun aus der Steckdose entnommen werden und an dem eigentlichen Einsatzort eingesteckt werden. Hierbei muss beachtet werden, dass der DECT Repeater auch selbst noch guten Empfang zur Fritz!Box haben sollte, ansonsten könnte die Gesprächsqualität spürbar abnehmen und es zu Aussetzern kommen.

Beispiel: Sollten Sie die Fritz!Box im Dachgeschoss platziert haben und nur im Keller keinen Empfang mehr haben, so sollte der Repeater im Erdgeschoss eingesetzt werden.

Im Test

Wie man bereits aus den technischen Daten entnehmen kann, bietet der Fritz!Dect Repeater 100 eine durchgeschleifte Steckdose, somit geht kein Steckplatz für ander Geräte verloren. Zu beachten gilt, dass die Steckdose nicht über den Repeater geschaltet werden kann, diese Funktionalität gibt es nur mit dem Fritz!Dect 200, allerdings verstärkt dieser das DECT-Signal nicht und ist somit nur für Smart-Home-Zwecke interessant.

Doch kommen wir zum Fritz!Dect Repeater 100 zurück, diesen haben wir uns angeschafft, weil wir im Garten sowie im Keller kein ausreichendes DECT-Signal mehr von der Fritz!Box im Obergeschoss empfangen konnten. Telefonate mit dem Fritz!Fon C6 Telefon wurden in manchen Bereichen zum Glücksspiel, daher musste mit dem Repeater eine günstige und einfache Lösung her.

Sobald der Repeater eingerichtet war, konnten wir Veränderungen an unserem Schnurlostelefon feststellen. In der Empfangsansicht (Balkendiagramm) wurde ab sofort eine kleine Zahl im linken oberen Eck eingeblendet, ist eine „1“ zu sehen, so ist das Telefon mit der Fritz!Box direkt verbunden, eine „2“ bedeutet, dass es nun im Empfangsbereich des Repeaters liegt.

Grundsätzlich funktionierte ab sofort die Übergabe (Handover) zwischen mehreren Etagen relativ reibungslos, dennoch hatten wir in den letzten Monaten durchaus den ein oder anderen Aussetzer, dazu auch mehr im abschließenden Fazit. Dennoch sind diese kleinen Problemchen eher verkraftbar als eine nicht existente Abdeckung. Im Keller sowie im Garten hatten wir mit dem Repeater nun einen Top-Empfang und konnten auch keine schlechte Gesprächsqualität ausmachen.

Wie auch andere AVM-Geräte lässt sich auch der DECT-Repeater in der allgemeinen Webansicht der Fritzbox verwalten und auswerten. So kann unter anderem auch der integrierte Temperaturfühler und dessen Werte ausgelesen werden, im Diagramm sieht das dann wie folgt aus:

Fazit

Der AVM Fritz!Dect Repeater 100 erhöht zuverlässig die Reichweite um ein zusätzliches Stockwerk, allerdings kann es teilweise zu Übergabe Problemen kommen. Telefonanrufe können also in manchen Fällen durchaus mal abbrechen wenn man die Etagen wechselt, obwohl dort durch den Repeater genug Empfang vorhanden sein müsste. Dennoch sind dies eher Ausnahmen, wir nutzen das Gerät nun etwa seit drei Monaten und hatten erst zwei mal dieses Problem – bei mehreren Anrufen pro Tag. Preislich ist der Fritz!Dect Repeater 100 mit ca. 75 Euro* nicht ganz billig, kann dafür aber schnell und einfach Abdeckungslücken im Haus schließen.



(Bild: Xgadget.de)
Datum:
18.05.2020, 09:33 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
Comments:
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* gesponserter Link
Blogverzeichnis - Bloggerei.de