Word speichert Dokumente künftig ungefragt in der Cloud
Microsoft stellt den Standard-Speicherort in Word um und das sorgt für berechtigte Kritik. Ab Version 2509 landen neu erstellte Dateien automatisch in der Cloud, sofern Nutzer die Einstellung nicht manuell ändern. Was Microsoft als Komfort- und Sicherheitsvorteil verkauft, wirft zugleich Fragen nach Datenschutz und Nutzerkontrolle auf.
Der Konzern betont dabei natürlich vor allem die Vorteile und preist den Kunden eine einfachere Zusammenarbeit, Zugriff von überall und Schutz durch Microsofts Sicherheitsregeln an. Doch was in der Ankündigung fehlt, ist Transparenz darüber, wie mit sensiblen Dokumenten umgegangen wird und ob Nutzer überhaupt aktiv über die Änderung informiert werden.
Wer vertrauliche Inhalte ausschließlich lokal speichern möchte, muss künftig selbst tätig werden. Die Standardumstellung in die Cloud zwingt also zu einem opt-out, statt wie bisher bewusst die Cloud-Speicherung zu wählen. Kritiker sehen darin ein Risiko, da viele Nutzer vermutlich gar nicht bemerken, dass ihre Daten ungefragt in die Cloud verschoben wurden.
Spannend ist zudem, dass Microsoft die Cloud-Strategie konsequent ausbaut. Bis Ende 2025 sollen auch Excel und PowerPoint folgen und so automatisch in der Cloud sichern. Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen oder für Privatnutzer, die ihre Daten lieber lokal verwalten, bedeutet das zusätzliche Umstellung und Aufwand.
Letzte Aktualisierung am 31.08.2025 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API