Time Capsule vor dem Aus: Apple beendet bald Unterstützung
Für viele Mac-Nutzer gehört die automatische Datensicherung mit Time Machine seit Jahren zum Alltag. Lange Zeit war dabei auch die von Apple entwickelte Apple Time Capsule ein beliebtes Ziel für Backups im Heimnetzwerk. Doch diese Ära scheint nun endgültig zu enden. Ursprünglich wollte Apple die Unterstützung bereits mit macOS 26 Tahoe einstellen, entschied sich dann aber kurzfristig für eine Verschiebung.
Aktuelle Warnmeldungen im System deuten jedoch darauf hin, dass mit der nächsten großen Version, dem voraussichtlich im Herbst 2026 erscheinenden macOS 27, endgültig Schluss sein dürfte. Nutzer, die ihre Time Capsule weiterhin für Time-Machine-Backups verwenden, werden bereits darauf hingewiesen, dass diese Konfiguration künftig nicht mehr unterstützt wird.
Technischer Hintergrund ist vor allem das Dateisystem, denn neue Backup-Ziele müssen inzwischen mit dem moderneren APFS formatiert sein, das Apple 2016 eingeführt hat. Die Festplatten der Time Capsule unterstützen jedoch nur das ältere HFS+ und erfüllen damit die aktuellen Anforderungen von Time Machine nicht mehr. Bestehende Sicherungen lassen sich zwar derzeit noch weiter nutzen, neue Backup-Ziele können über macOS aber nicht mehr eingerichtet werden.
Zwar existieren noch inoffizielle Umgehungslösungen, mit denen sich HFS+-Laufwerke weiterhin verwenden lassen, doch diese dürften höchstens eine kurzfristige Übergangslösung darstellen. Damit neigt sich für ein Produkt dem Ende zu, das Apple zwischen 2008 und 2018 verkauft hat und das wegen seiner Kombination aus WLAN-Router und Netzwerkspeicher lange als besonders komfortable Backup-Lösung für Apple-Nutzer galt.
Letzte Aktualisierung am 14.03.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API