Sony setzt bei Spielen wieder auf PlayStation-Exklusivität
Der japanische Elektronikkonzern Sony rudert bei seiner PC-Strategie offenbar zurück. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren immer mehr PlayStation-Spiele auch für den PC veröffentlicht hatte, sollen große Singleplayer-Titel künftig wieder hauptsächlich auf der PlayStation 5 bleiben. Laut einem Bericht von Bloomberg hat das Unternehmen interne Pläne für mehrere PC-Portierungen bereits gestoppt.
Die neue Linie unterscheidet dabei klar zwischen Spieltypen. Online- und Multiplayer-Projekte sollen weiterhin plattformübergreifend erscheinen, während storybasierte Einzelspieler-Spiele wieder stärker an die eigene Konsole gebunden werden. Titel wie „Ghost of Yotei“ oder das kommende Actionspiel „Saros“ sollen daher zunächst nur noch ausschließlich auf der PS5 erscheinen. Einige Ausnahmen gibt es allerdings noch: Zwei von externen Studios entwickelte, aber von PlayStation veröffentlichte Spiele, etwa „Death Stranding 2“ und „Kena: Scars of Kosmora“, sollen noch in diesem Jahr ihren Weg auf den PC finden.
Hinter dem Strategiewechsel stehen offenbar wirtschaftliche Überlegungen. Mehrere PlayStation-Spiele sollen sich auf dem PC schwächer verkauft haben als erwartet. Gleichzeitig gibt es intern die Sorge, dass zu viele PC-Versionen den besonderen Status der PlayStation-Marke verwässern und damit auch die Verkaufszahlen der eigenen Konsolen beeinträchtigen könnten.
Die Entwicklung ist bemerkenswert, weil Sony erst 2020 begonnen hatte, große Exklusivtitel schrittweise auf Plattformen wie Steam zu bringen. Reihen wie „God of War“ oder „The Last of Us“ fanden so erstmals ein PC-Publikum. Ob der aktuelle Kurs langfristig Bestand hat, bleibt jedoch offen, denn in der Spielebranche können sich Strategien schnell wieder ändern.
