Raspberry Pi wird wegen RAM-Mangel erneut teurer
Wer mit Raspberry Pi entwickelt oder experimentiert, muss sich erneut auf höhere Kosten einstellen. Nur wenige Wochen nach der letzten Anpassung erhöht der Hersteller die Preise zahlreicher Modelle, vor allem dort, wo mehr Arbeitsspeicher verbaut ist. Betroffen sind Raspberry Pi 4 und 5, die Compute Modules 4 und 5 sowie die Tastatur-Computer der 500er-Reihe ab zwei Gigabyte RAM.
Der Auslöser liegt nicht bei Raspberry Pi selbst, sondern im globalen Speichermarkt. Der enorme Ausbau von KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage nach schnellem RAM in bislang ungekanntem Tempo nach oben. Dadurch konkurrieren inzwischen selbst Einplatinencomputer mit großen KI-Systemen um dieselben Komponenten. Besonders LPDDR4-Speicher, der in aktuellen Modellen steckt, ist deutlich teurer geworden, teilweise haben sich die Einkaufspreise innerhalb eines Quartals mehr als verdoppelt.
Die Preisaufschläge staffeln sich deshalb nach Speicherausstattung: Modelle mit 2 GB werden um 10 US-Dollar teurer, Varianten mit 4 GB um 15 Dollar, mit 8 GB um 30 Dollar und mit 16 GB sogar um 60 Dollar. Gerade leistungsstarke Ausführungen verlieren damit einen Teil ihres bisherigen Preisvorteils. Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch, denn die Einstiegsmodelle mit lediglich 1 GB RAM bleiben preislich stabil, ebenso der Raspberry Pi 400. Auch ältere Platinen wie Raspberry Pi Zero oder Pi 3 sind vorerst nicht betroffen, da sie auf ältere Speichertechnik setzen, für die noch ausreichend Lagerbestände existieren.
Raspberry Pi rechnet mit einem angespannten Jahr, stellt aber in Aussicht, die Preise wieder zu senken, sobald sich der Speichermarkt wieder beruhigen sollte.
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