Parallels Desktop läuft auch auf dem MacBook Neo
Lange Zeit war unklar, ob das Zusammenspiel aus dem MacBook Neo und Parallels Desktop überhaupt funktionieren würde. Der Grund lag hierbei in der technischen Grundlage, denn Parallels Desktop arbeitet als lokaler Hypervisor und nutzt die Virtualisierungs-Schnittstellen von macOS. Während dieses Prinzip auf Macs mit Apples M-Serie längst zuverlässig etabliert ist, gab es beim neuen A18-Pro-Chip zunächst Zweifel, ob das zugrunde liegende Hypervisor-Framework von Apple die gleichen Möglichkeiten bietet.
Inzwischen zeigen interne Tests jedoch, dass die Kombination tatsächlich funktioniert und sich im Alltag als praktikabel erweist. Windows 11 läuft in der virtuellen Umgebung flüssig und erreicht bei der Single-Core-Leistung sogar einen Vorsprung gegenüber einem vergleichbaren Windows-Gerät wie dem Dell Pro 14. Gerade typische Anwendungen wie Microsoft Office, Browser oder Business-Software profitieren davon und reagieren schnell genug für produktives Arbeiten.
Einschränkungen bleiben dennoch bestehen, denn für grafikintensive Anwendungen wie CAD oder 3D-Rendering ist diese Einstiegskonfiguration selbstverständlich nicht ausgelegt. Für klassische Office-Arbeiten, Webanwendungen und den täglichen Einsatz im Büro oder Studium reicht die Leistung jedoch klar aus. Damit gewinnt das MacBook Neo zusätzlich an Attraktivität, weil es als günstiger Einstieg in die Mac-Welt nun auch den Zugriff auf Windows-Programme ermöglicht. Angesichts der weiterhin dominanten Verbreitung von Windows-Software ist das ein entscheidender Vorteil, der den Einsatz eines zweiten Geräts überflüssig macht und die Flexibilität im Alltag deutlich erhöht.