EU prüft WhatsApp-Zugang für fremde KI
Die Europäische Kommission nimmt Meta jetzt ins Visier, weil der Konzern den Zugang externer KI-Assistenten zu WhatsApp stark eingeschränkt hat. Nach vorläufiger Einschätzung der Behörde könnte dieses Vorgehen gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstoßen und den noch jungen Markt für KI-Assistenten spürbar verzerren.
Konkret geht es um eine Änderung der WhatsApp-Business-Bedingungen, die Meta im Herbst 2025 angekündigt und Anfang 2026 umgesetzt hat. Seitdem ist auf WhatsApp faktisch nur noch der hauseigene Dienst „Meta AI“ zugelassen, während konkurrierende KI-Anbieter ausgeschlossen werden. Aus Sicht der Kommission besteht die Gefahr, dass Meta seine starke Stellung im Bereich der Kommunikationsdienste nutzt, um Wettbewerbern den Zugang zu einem zentralen Vertriebskanal zu verwehren.
Weil digitale Plattformen wie WhatsApp sehr schnell marktprägende Effekte entwickeln können, erwägt die Kommission bereits jetzt einstweilige Maßnahmen, um mögliche irreversible Schäden zu verhindern. Eine endgültige Entscheidung ist damit noch nicht gefallen, denn Meta erhält zunächst Gelegenheit zur Stellungnahme und Akteneinsicht.
