ByteDance verschiebt globalen Start von Seedance 2.0

Der chinesische Techkonzern ByteDance hat mit Seedance 2.0 einen neuen KI-Videogenerator vorgestellt, der besonders realistische Clips erzeugen kann. Szenen, in denen etwa bekannte Filmfiguren oder Hollywoodstars miteinander kämpfen, verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken und sorgten für große Aufmerksamkeit. Doch genau diese viralen Beispiele haben auch eine juristische Debatte ausgelöst.

Eigentlich plante ByteDance, die Software nach dem Start in China schon bald weltweit verfügbar zu machen – sowohl als eigenständige App für Nutzer als auch als Schnittstelle für Unternehmen. Daraus wird vorerst jedoch nichts, denn mehrere große Filmstudios und Streaminganbieter sollen das Unternehmen aufgefordert haben, stärker gegen mögliche Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Hintergrund ist die Sorge, dass das KI-Modell Szenen generiert, die auf geschützten Figuren, Schauspielern oder bekannten Filmwelten basieren.

Die Kritik aus der Filmbranche hat offenbar Wirkung gezeigt. Statt eines internationalen Starts konzentriert sich ByteDance nun zunächst darauf, rechtliche Risiken zu klären und technische Schutzmechanismen einzubauen. In China wurden bereits Filter eingeführt, die verhindern sollen, dass Nutzer urheberrechtlich problematische Inhalte erstellen. Allerdings berichten einige Anwender, dass auch harmlose Eingaben blockiert werden, die gar keinen Bezug zu geschützten Marken oder Figuren haben. Wann Seedance 2.0 außerhalb Chinas verfügbar sein wird, ist derzeit also offen.

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