Arbeitsspeicher könnte bis ins Jahr 2028 teuer bleiben

Der weltweite Speichermarkt steuert auf eine lange Phase der Knappheit zu. Laut Prognosen von SK Hynix dürfte sich die kritische Lage beim Arbeitsspeicher bis mindestens 2028 nicht entspannen, mit spürbaren finanziellen Folgen für Privatkunden. Haupttreiber ist die enorme Nachfrage aus dem KI- und Rechenzentrumsumfeld, die nahezu alle klassischen DRAM-Typen betrifft, von DDR4 und DDR5 über GDDR6 und GDDR7 bis hin zu mobilen LPDDR-Varianten.

Während die Lagerbestände bereits weitgehend erschöpft sind, planen die großen Hersteller dennoch keine nennenswerten Ausweitungen der Produktion für herkömmlichen RAM. Stattdessen verlagern SK Hynix, Samsung und Micron ihre Kapazitäten gezielt auf besonders profitable Speicherlösungen wie HBM und SOCAMM, die fast ausschließlich im Enterprise- und KI-Segment zum Einsatz kommen. Neue Fertigungsanlagen und moderne EUV-Systeme werden daher primär für Hochleistungsspeicher reserviert, nicht für den Massenmarkt.

Für Endverbraucher bedeutet diese Strategie steigende Preise und eine angespannte Versorgungslage über mehrere Jahre hinweg. Da nur wenige Konzerne den globalen Speichermarkt dominieren, fehlt es an echtem Wettbewerb, der preisdämpfend wirken könnte. Sollte dieser Fokus auf KI-Speicher anhalten, ist damit zu rechnen, dass nicht nur RAM, sondern perspektivisch auch andere Komponenten wie Grafikkarten weiter im Preis anziehen.

 

Letzte Aktualisierung am 21.03.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Kommentare

9 Kommentare zu “Arbeitsspeicher könnte bis ins Jahr 2028 teuer bleiben”

  1. […] schlug dagegen nur mit 419 Euro zu Buche. Einen offiziellen Grund nennt Valve nicht, doch steigende Kosten für Arbeitsspeicher und andere Komponenten dürften diese Entscheidung beeinflusst […]

  2. […] weltweite Mangel an Arbeitsspeicher treibt die Preise spürbar nach oben und das auch für Konzerne mit enormer Marktmacht wie Apple. […]

  3. […] erhielt der Betroffene in diesem Fall sein Geld zurück, doch die steigenden RAM-Preise machen solche Maschen zunehmend attraktiv. Wer aktuell Hardware verschenken oder aufrüsten […]

  4. […] dazu führt, dass immer mehr Nutzer SODIMM-Module per Adapter in Desktop-PCs einsetzen. Über diese Arbeitsspeicherkrise, ausgelöst durch die enorme Nachfrage der KI-Rechenzentren, haben wir bereits mehrfach berichtet […]

  5. […] als bislang vermutet und der Grund dafür liegt nicht bei den Entwicklern, sondern schlicht an dem angespannten Markt für Arbeitsspeicher. Seit Monaten steigen nämlich die Preise für RAM deutlich, was die Kalkulation neuer Hardware […]

  6. […] ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Marktbeobachter rechnen in den kommenden Monaten mit teils massiven Aufschlägen, die je nach Speicherart bis weit über 50 Prozent reichen können. Besonders stark betroffen ist […]

  7. […] nach oben, was bei Nintendos traditionell niedrigen Hardwaremargen schnell ins Gewicht fällt. Steigende RAM-Preise schränken damit nicht nur die Profitabilität ein, sondern auch den Spielraum für aggressive […]

  8. […] vermuten, dass die Entscheidung mit den derzeit hohen Preisen für Speicherkomponenten zusammenhängt. Auch die Aufpreise für größere RAM-Konfigurationen bleiben hoch: Schon der […]

  9. […] der Maßnahme ist vor allem die weltweit stark gestiegene Nachfrage nach KI-Rechenleistung, die gleichzeitig die Preise für zentrale Hardware nach oben treibt. […]

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