Android bringt den Satellitenfunk aus dem Notfallmodus

Satellitenkommunikation auf dem Smartphone war bislang vor allem eine letzte Rettungsleine, wenn kein Mobilfunknetz mehr erreichbar war. Mit einer neuen Android-Preview deutet sich nun an, dass Google diese Technik aus der Nische holen will. In der Canary Build 2512 finden sich klare Hinweise darauf, dass Satellitenverbindungen künftig fester Bestandteil des Alltags werden sollen.

Kern der Neuerungen ist ein eigenes Menü, das als zentraler Knotenpunkt für alle satellitengestützten Funktionen dient. Nutzer können dort einen Demo-Modus testen und sehen, welche Apps überhaupt auf die Verbindung zugreifen dürfen. Gleichzeitig unterscheidet Android automatisch zwischen einfachen Textdiensten über langsame Satellitenstandards und schnelleren Verbindungen, die auch komplexere Anwendungen erlauben.

Besonders spannend ist die Liste unterstützter Apps, die bereits im Systemcode auftaucht. Neben Karten- und Nachrichten-Apps werden auch bekannte Dienste wie WhatsApp, Snapchat oder Wetteranwendungen genannt. Das deutet darauf hin, dass Navigation, Kommunikation und Warnmeldungen künftig auch dort funktionieren könnten, wo es bislang komplett still war.

Damit die Nutzung transparent bleibt, soll die Satellitenverbindung wie normales Roaming behandelt und direkt in den Schnelleinstellungen angezeigt werden. Ob die Funktion aktiv ist, hängt dabei nicht nur vom Gerät, sondern auch vom Mobilfunktarif ab. Android bereitet damit den Boden für einen Wandel: Satellitenfunk wird nicht länger nur für den Ernstfall gedacht, sondern als sinnvolle Ergänzung des mobilen Netzes.



(Symbolbild: Android)
Datum:
04.01.2026, 00:05 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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