Alexa+ startet zusätzlich als Webdienst durch
Amazon nutzt den Auftakt der CES, um Alexa strategisch neu zu positionieren und aus der reinen Hardware-Welt zu lösen. Mit Alexa+ hält der Sprachassistent erstmals Einzug ins Web, US-Nutzer können im Early Access diesen über alexa.com aufrufen, diesen ähnlich wie andere bekannte KI-Dienste bedienen und damit erstmals unabhängig von Echo-Lautsprechern, Displays oder Apps nutzen.
Im Browser lässt sich Alexa+ für komplexere Aufgaben einsetzen, etwa zum Planen von Reisen, Erstellen von Inhalten oder Diskutieren ganzer Themenfelder. Den Kern sieht Amazon jedoch weiterhin im Alltag von Familien und Haushalten. Termine, Einkaufslisten, Rezepte und die Organisation gemeinsamer Aktivitäten stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch eine Seitenleiste für den schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen wie Kalender, Smart-Home-Steuerung oder Listen.
Spannend ist der Versuch, Alexa+ als zentralen Dokumenten-Hub zu etablieren. Nutzer können Unterlagen, E-Mails oder Kalenderinformationen hochladen, damit der Assistent Ereignisse wie Arzttermine, Schulausflüge oder private Feiern besser einordnen und verwalten kann – ein Ansatz, mit dem Amazon fehlende eigene Office-Dienste auszugleichen versucht. Parallel dazu wird auch die mobile Alexa-App grundlegend überarbeitet: Der Chat rückt in den Fokus, die App wirkt mehr wie ein persönlicher Agent als eine reine Fernbedienung für Geräte. Wann und in welcher Form diese Neuerungen nach Deutschland kommen, bleibt vorerst offen.
