Raspberry Pi: Composite-Video Ausgang nutzen – So geht’s

Der Single-Board-Computer Raspberry Pi ist bei vielen Nutzern aufgrund seiner Vielseitigkeit sehr beliebt und auch Gamer kommen aufgrund von Anwendungen wie RetroPie auf ihre Kosten. Besonders Retro-Gamer dürfte daher auch die Möglichkeit erfreuen den Raspberry Pi mittels Composite-Video-Kabel an einem alten Röhrenmonitor zu betreiben – in dieser Anleitung zeigen wir euch deshalb die passenden Einstellungen dafür.

Standardmäßig ist der Composite-Video-Output des Mini-Rechners softwareseitig deaktiviert, doch über entsprechende Boot-Config-Einstellungen lässt sich der verbaute Kopfhörerausgang als AV-Videoausgang nutzen und so an alte Monitore anschließen.

 

Was wird benötigt?

Neben einem Raspberry Pi, wird natürlich auch ein passendes Verbindungskabel (Klinkenstecker auf Cinch) für den Composite-Video Ausgang benötigt. Wer möchte kann entweder zu der etwas höherwertig verarbeiteten Adafruit-Lösung greifen oder alternativ auch ein günstiges Noname-Produkt erwerben:

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Anschluss an den Raspberry Pi

Das Adapterkabel kann nun einfach in den Kopfhörerausgang des Raspberry Pi gesteckt werden, die drei Cinch-Stecker müssen jetzt nur noch an euren alten Bildschirm angeschlossen werden. Das Gelbe-Anschlusskabel ist allein für das Videosignal zuständig, das weiße und das rote Kabel sind dagegen für den Stereo-Ton verantwortlich, üblicherweise ist weiß dem linken Kanal und das rote Kabel dem rechten Kanal zugeordnet.

 

Boot-Konfiguration anpassen

Damit der Raspberry Pi unter dem Raspbian Bullseye oder RetroPie Betriebssystem ein Videosignal via Kopfhörerausgang ausgeben kann, müssen wir jetzt zunächst die config.txt Datei anpassen. Dazu loggen wir uns via SSH oder direkt auf dem Raspberry über das Konsolenfenster ein und bearbeiten die gerade erwähnte Boot-Config-Datei mit folgendem Befehl:

sudo nano /boot/config.txt

In der Bearbeitungsansicht der config.txt angekommen, können wir die Datei nun komplett wie folgt anpassen – besonders wichtig ist dabei das ändern des Eintrags (ziemlich am Ende) „dtoverlay=vc4-kms-v3d“ in „dtoverlay=vc4-fkms-v3d,composite=1″ – falls übrigens das Bild noch leicht abgeschnitten ist, passt die entsprechenden overscan-left, right, etc. Einträge nach euren Wünschen an:

# For more options and information see
# http://rpf.io/configtxt
# Some settings may impact device functionality. See link above for details

# uncomment if you get no picture on HDMI for a default "safe" mode
#hdmi_safe=1

# uncomment this if your display has a black border of unused pixels visible
# and your display can output without overscan
disable_overscan=0

# uncomment the following to adjust overscan. Use positive numbers if console
# goes off screen, and negative if there is too much border
overscan_left=0
overscan_right=0
overscan_top=0
overscan_bottom=0

# uncomment to force a console size. By default it will be display's size minus
# overscan.
#framebuffer_width=1280
#framebuffer_height=720

# uncomment if hdmi display is not detected and composite is being output
#hdmi_force_hotplug=1
hdmi_ignore_hotplug=1

# uncomment to force a specific HDMI mode (this will force VGA)
#hdmi_group=1
#hdmi_mode=1

# uncomment to force a HDMI mode rather than DVI. This can make audio work in
# DMT (computer monitor) modes
#hdmi_drive=2

# uncomment to increase signal to HDMI, if you have interference, blanking, or
# no display
#config_hdmi_boost=4

# uncomment for composite PAL
enable_tvout=1
sdtv_mode=2
sdtv_aspect=1

#uncomment to overclock the arm. 700 MHz is the default.
#arm_freq=800

# Uncomment some or all of these to enable the optional hardware interfaces
#dtparam=i2c_arm=on
#dtparam=i2s=on
#dtparam=spi=on

# Uncomment this to enable infrared communication.
#dtoverlay=gpio-ir,gpio_pin=17
#dtoverlay=gpio-ir-tx,gpio_pin=18

# Additional overlays and parameters are documented /boot/overlays/README

# Enable audio (loads snd_bcm2835)
dtparam=audio=on

# Enable DRM VC4 V3D driver
dtoverlay=vc4-fkms-v3d,composite=1
max_framebuffers=2

[pi4]
arm_boost=1

[all]
#dtoverlay=vc4-fkms-v3d
overscan_scale=1

Zum Schluss müssen wir jetzt die gemachten Änderungen noch abspeichern, dazu führt die Tastatureingabe von STRG + X aus (Unter macOS: control + X) und bestätigt das Speichern mit der Taste Y und Enter. Abschließend muss jetzt nur noch der Raspberry Pi neu gestartet werden, der HDMI-Ausgang ist nun deaktiviert und es wird ausschließlich der Composite-Video-Ausgang über den Klinkenstecker genutzt.

 

Problemhilfe: Kein Bild am Video-Ausgang

Solltet ihr der oberen Anleitung gefolgt sein und dennoch kein oder nur ein sehr schlechtes Videobild am Raspberry Pi erhalten, so könnte es eventuell am verwendeten Verbindungskabel liegen. Probiert daher ein alternatives Kabel von einem anderen Hersteller aufzutreiben. Testweise könnt ihr auch probieren ob das Bildsignal vielleicht auf einem der Audio-Cinchstecker (Rot/Weiß) ausgegeben wird. Andere Probleme oder Fehler könnt ihr zudem in unseren Kommentarbereich schreiben um Hilfe und Lösungsvorschläge von anderen Nutzern zu erhalten.

Letzte Aktualisierung am 23.05.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



(Bild: Xgadget.de)
Datum:
11.04.2023, 04:07 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
Comments:
Kommentare

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Ein Comment zu "Raspberry Pi: Composite-Video Ausgang nutzen – So geht’s"

  1. yuanliujia sagt:

    Thank you very much, I have the right wire, but I can’t show the video i copy your file and it word!!!

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