iPhone 12: Sind die neuen Modelle wasserdicht?

Im Oktober 2020 hat Apple mit den verschiedenen iPhone 12 Modellen wieder echte Highend-Smartphones präsentiert und springt mit dieser Gerätegeneration auch auf den 5G-Zug mit auf. Doch auch während der Keynote sind einige Fragen offen geblieben die wir euch nun in diesem Ratgeber beantworten möchten. In dem folgenden Artikel beschäftigen wir uns deshalb mit dem Thema ob die neuen iPhone 12 Modelle tatsächlich auch wasserdicht sind und wie Apple diesbezüglich eventuelle Garantieansprüche abwickeln wird.

iPhone 12 wasserdicht?

Das iPhone 12 stellt die Premium-Kasse von Smartphones dar und muss demnach auch mit entsprechenden Features überzeugen. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Apple das iPhone 12 mit einem entsprechenden Schutz gegen Staub und Wasser bewirbt.

Um es also kurz zu machen: Ja, alle iPhone 12 Modelle sind wasserdicht und auch vor eindringendem Staub geschützt, das Wasserschutz reicht bis 6 Meter tiefe für einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten.

Herstellerangaben

Offiziell klassifiziert Apple das iPhone 12 sowie das Mini und das Pro (Max) mit dem IP-Code 68 (IEC Norm 60529), im Kleingedruckten nennt Apple eine maximale Eintauchtiefe von 6 Meter bei einer maximalen Zeit von 30 Minuten. Damit sind die Geräte besser vor Wasser geschützt als die Vorjahresmodelle.

Die Angaben beziehen sich selbstverständlich auf ein neues Gerät ohne Beschädigungen, Stöße oder sonstige Schäden können die Wasserfestigkeit beeinträchtigen.

Was bedeutet die IP 68 Klassifizierung?

Bei dem oben genannten IP-Codes handelt es sich um eine Klassifizierung die den Schutz vor eindringendem Wasser und Staub beschreibt. Das „IP“ steht dabei für International Protection, bei der ersten Zahl handelt es sich um die Definition des Staubschutzes, die zweite steht für den entsprechenden Wasserschutz.

Beziehen wir uns dabei auf den „IP 68“ Wert, so können wir ablesen, dass das Gerät komplett gegen Staub geschützt ist, die Zahl „6“ ist dort nämlich die höchste Klasse die es gibt. In das Smartphone sollten also keinerlei Staubpartikel oder Schmutzpartikel eindringen.

Die „8“ bei der Wasser-Klassifizierung steht für „Schutz gegen dauerndes Untertauchen“ und sollte daher für normale Tauchvorgänge ausreichend sein. Dies gilt allerdings nicht, falls das Wasser mit hohem Druck bzw. mit hoher Geschwindigkeit auf das Gerät trifft, da hier eventuell die Dichtung nachgeben und dadurch letztendlich Feuchtigkeit ins Gerät eindringen könnte.

Greift im Notfall die Herstellergarantie?

Zwar bewirbt Apple die Wasserdichtigkeit seiner iPhone’s mehr und weniger stark auf den jeweiligen Produktseiten, dennoch sollte man nicht Zuviel von dem Konzern erwarten. Bei Wasserschäden ist man nämlich grundsätzlich auf die Kulanz des Unternehmens angewiesen, da man nie zweifelsfrei nachweisen kann wie Tief sich das Gerät im Wasser befand. Auch Stürze oder sonstige Schäden am Gerät können die verbauten Dichtungsringe beschädigen und dadurch die Wasserfestigkeit beeinträchtigen.

Solltet ihr dagegen einen zusätzlichen Apple Care vertrag für euer iPhone 12 abgeschlossen haben, so zeigt sich Apple vermutlich etwas kulanter und repariert euch das betroffene Gerät kostenfrei. Wie immer solltet ihr euch nicht zu sehr auf die Unternehmensversprechungen, egal von welchem Hersteller, verlassen.

Mehr Sicherheit durch Schutzhüllen

Um tatsächliche Sicherheit bezüglich der Wasserfestigkeit zu erreichen, sollte daher auch beim iPhone 12 nicht auf eine entsprechende Schutzhülle bzw. Tasche für den nächsten Strandurlaub verzichtet werden. Während es Schutzhüllen meist für etwa 20 Euro gibt, können generische Smartphone-Schutztaschen bereits für unter 10 Euro* im Onlinehandel erworben werden. Wer also tatsächlich mit dem iPhone 12 Unterwasseraufnahmen plant, solle eventuell in diese zusätzliche Schutzmaßnahme investieren und sich nicht nur auf die Herstellerangaben verlassen.

Wasser im Ladeanschluss

Falls euer iPhone 12 tatsächlich mit Wasser in Berührung gekommen ist, solltet ihr vor dem Aufladevorgang immer überprüfen ob sich noch Wasser im Ladeport befindet. Nach Möglichkeit solltet ihr dieses mit der Spitze eines Papiertaschentuches entfernen, da dies sonst Korrosion am Ladestecker begünstigt. Im Normalfall sollte euch das iPhone allerdings automatisch mit einer Systemmitteilung davor warnen und den Aufladevorgang zunächst verweigern. Dieses Problem betrifft euch selbstverständlich nicht, falls ihr die drahtlose Qi-Lademöglich nutzt.

Letzte Aktualisierung am 22.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



(Bild: Apple Inc.)
Datum:
14.10.2020, 04:04 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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