Samsung streicht QD-Technologie bei Fernsehern
Samsung verabschiedet sich offenbar schrittweise von einer Technologie, die bisher lange als wichtiges Merkmal der eigenen Premium-Fernseher galt. Die Rede ist von dne sogenannten Quantum Dots, kurz als QD vermarktet. Die spezielle Schicht ermöglicht unter anderem eine größere Farbabdeckung und war damit ein zentraler Bestandteil von Samsungs QLED- und später auch Neo-QLED-Fernsehern.
Der Grund für den Rückzug dürfte vor allem beim Preis liegen, denn laut einem Bericht von ETNews hat Samsung die QD-Produktion in diesem Jahr bereits deutlich reduziert, demnach um rund 80 Prozent. Bei den günstigeren QLED-Modellen verzichtet Samsung bereits seit längerer Zeit auf die Technologie, während diese bei den teureren Neo-QLED-Fernsehern noch zum Einsatz kommt. Auch dort soll jedoch spätestens bis 2028 Schluss sein. Was das für Samsungs OLED-Fernseher bedeutet, bleibt zunächst offen.
Vor allem der zunehmende Preisdruck durch chinesische Hersteller dürfte bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle gespielt haben. Einige Konkurrenten werben ebenfalls mit Quantum-Dot-Technik, obwohl dabei nicht immer echte QD-Technologie zum Einsatz kommt. TCL musste sich in Deutschland beispielsweise bereits wegen irreführender Werbung mit einem entsprechenden Rechtsstreit auseinandersetzen. Für Samsung scheint sich inzwischen die Erkenntnis durchzusetzen, dass der Begriff QD für viele Käufer weniger entscheidend ist als ein attraktiver günstigerer Preis.
Für die Verkaufszahlen dürfte der Wegfall der Technologie daher vermutlich weniger bedeutsam sein als für Technikfans. Trotzdem ist es schade, wenn ein Merkmal verschwindet, das Samsungs Premium-Fernseher technisch von günstigeren Modellen abheben sollte. Interessant wird nun vor allem, ob Samsung die Quantum-Dot-Technologie bei seinen OLED-Fernsehern weiterhin konsequent einsetzt.