iPhone Ultra: Apple kämpft offenbar mit Problemen

Die Produktion von Apples erstem faltbaren iPhone kommt offenbar nur langsam in Gang. Nach Informationen der japanischen Wirtschaftsagentur Nikkei sollen derzeit lediglich einige Hundert Geräte pro Tag des Foldables gefertigt werden. Damit dürfte Apple noch weit von der Produktionsmenge entfernt sein, die für einen schnellen Verkaufsstart nötig wäre. Gleichzeitig arbeitet der Konzern dem Bericht zufolge daran, die Fertigung deutlich hochzufahren.

Ein Grund für das geringe Tempo sind offenbar Apples ungewöhnlich hohe Anforderungen an die Qualität. Besonders das faltbare Display und das Scharnier stellen die Fertiger vor Herausforderungen. Apple soll deshalb erst vor wenigen Wochen einen weiteren Testlauf angesetzt haben, um die Produktionsprozesse zu überprüfen und die Ausbeute fehlerfreier Geräte zu verbessern. Das könnte den Start der Massenproduktion zusätzlich verzögert haben.

Das Foldable, das bislang häufig als iPhone Ultra bezeichnet wird, könnte bereits am 09. September 2026 vorgestellt werden. Ob genügend Geräte für einen Verkaufsstart im September bereitstehen, ist allerdings fraglich. Zuletzt gab es bereits Berichte über eine mögliche Verschiebung auf Oktober oder noch später. Für einen regulären September-Start müsste die Fertigung zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon deutlich näher an der vollen Kapazität laufen.

Apple soll ursprünglich mit einer Produktion von rund neun bis zehn Millionen Geräten geplant haben. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die tägliche Fertigung nun auf Zehntausende Einheiten steigen. Gleichzeitig könnte die Nachfrage gerade zum Marktstart deutlich höher sein als das verfügbare Angebot. Das dürfte angesichts eines erwarteten Preises von mindestens 2.000 US-Dollar besonders interessant werden, denn in Europa könnte das faltbare iPhone sogar 2.500 Euro oder mehr kosten.

Offenbar möchte Apple beim ersten Foldable dennoch keine Kompromisse eingehen. Die Geräte sollen zahlreiche Faltvorgänge zuverlässig überstehen und auch bei intensiver Nutzung möglichst lange ohne eine deutlich sichtbare Falte im Display auskommen.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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