Electronic Arts Übernahme wird bald abgeschlossen
Die lang geplante Übernahme von Electronic Arts steht unmittelbar vor dem Abschluss. Wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorgeht, soll der 55 Milliarden US-Dollar schwere Verkauf am 4. August 2026 nach Börsenschluss nun endlich vollzogen werden. Nachdem zuletzt auch die noch ausstehenden Genehmigungen vorlagen, ist der Weg für den Eigentümerwechsel endgültig frei.
Käufer ist ein Konsortium, das vom saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) angeführt wird. Dieser wird künftig mit mehr als 93 Prozent die klare Mehrheit an EA halten. Die Investmentfirmen Silver Lake und Affinity Partners sind ebenfalls beteiligt, spielen beim Anteil am Unternehmen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Mit dem Abschluss der Übernahme verschwindet Electronic Arts nach mehr als 35 Jahren von der Börse, während Andrew Wilson weiterhin als CEO im Amt bleibt.
Ein Teil der Finanzierung erfolgt über Kredite, die künftig von EA selbst getragen werden müssen. Branchenbeobachter rechnen deshalb mit weiterem Spar- und Kostendruck. Bereits seit der Ankündigung der Übernahme gab es mehrere Entlassungswellen, die sich nach Einschätzung vieler Analysten fortsetzen könnten.
Auch für Spieler könnte die neue finanzielle Situation Folgen haben. Um die Schulden zu bedienen, dürfte der Druck steigen, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Erst vor wenigen Wochen sorgte EA mit kurzfristig eingeführten Mikrotransaktionen in "College Football 27" für Kritik. Nach heftigen Reaktionen der Community wurden die Kaufoptionen zwar wieder entfernt, der Vorfall zeigt jedoch, wie stark der Fokus auf zusätzliche Umsätze künftig ausfallen könnte.