Warner-Übernahme durch Paramount erhält grünes Licht
Die US-Regierung hat die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ohne Auflagen genehmigt. Nach Einschätzung des Justizministeriums gefährdet der Zusammenschluss weder den Wettbewerb noch die Interessen der Verbraucher im Streaminggeschäft, im Fernsehen oder in der Filmproduktion. Dennoch laufen weiterhin Prüfungen in mehreren US-Bundesstaaten sowie in anderen Märkten wie Europa.
Mit einem Volumen von rund 111 Milliarden US Dollar zählt die Transaktion zu den größten Deals der Medienbranche. Paramount setzte sich dabei gegen Netflix durch, das zuvor Interesse am Streaming- und Studiogeschäft von Warner gezeigt hatte. Zum Konzern gehören bekannte Marken und Franchises wie HBO, Harry Potter, Superman und Batman sowie Nachrichtensender wie CNN.
Besonders die Zukunft von CNN sorgt für Diskussionen, denn Kritiker befürchten, dass die redaktionelle Unabhängigkeit des Senders unter dem neuen Eigentümer leiden könnte. Hintergrund ist die Nähe der Eigentümerfamilie Ellison zu US Präsident Donald Trump sowie die Entwicklung bei CBS, wo nach der Übernahme durch Paramount eine freundlichere Berichterstattung gegenüber der Regierung beobachtet wurde.
Für Paramount ist die Übernahme ein strategischer Schritt, um die eigene Position in Hollywood deutlich auszubauen. Unter der Führung von David Ellison will das Unternehmen mit den starken Marken und Medienangeboten von Warner künftig zu den einflussreichsten Akteuren der Unterhaltungsbranche aufschließen.