Speicherkrise erreicht nun auch Speicherkarten
Der weltweite Engpass bei Halbleitern trifft nun auch den Kameramarkt spürbar. Sony hat Ende März 2026 die Bestellannahme für einen Großteil seiner SD- und CF-Express-Speicherkarten gestoppt. Sowohl Händler als auch Direktkunden in Japan können viele Modelle vorerst nicht mehr erwerben. Als Ursache nennt das Unternehmen den anhaltenden Mangel an Speicherchips, der durch die stark gestiegene Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz weiter verschärft wird.
Die Entscheidung dürfte nur vorübergehend sein, ein konkreter Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Verkaufs bleibt jedoch offen. Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass nicht nur der Vertrieb, sondern auch die Produktion ins Stocken geraten ist, da zentrale Komponenten fehlen. Bereits zuvor hatte Sony auf die angespannte Lage reagiert und unter anderem die PlayStation 5 verteuert.
Für Verbraucher sind die Auswirkungen bislang noch begrenzt, da viele Händler Lagerbestände haben. Doch der Markt zeigt bereits klare Signale. Preise für Speichermedien steigen seit Monaten deutlich an und haben sich in einigen Fällen bereits vervielfacht. Besonders betroffen sind leistungsstarke Karten, die in modernen Kameras benötigt werden.
Gerade für professionelle Fotografen und Filmemacher könnte die Situation kritisch werden. Hochauflösende Serienbildaufnahmen und datenintensive Videoformate sind auf extrem schnelle Speicherkarten angewiesen. Wenn diese schwer verfügbar oder deutlich teurer werden, geraten nicht nur Produktionen unter Druck, sondern auch Investitionsentscheidungen. Doch nicht nur Kameras benötigen schnelle Speicherkarten, auch Handheld-Konsolen wie die Nintendo Switch 2 setzt auf micro SD-Expresskarten.