FritzOS 8.20 hat Performance-Probleme
Mit dem Update auf FritzOS 8.20 hat AVM eine Version ausgeliefert, die in einem speziellen, aber durchaus verbreiteten Szenario unerwartete Folgen zeigen kann. Sollte sich nämlich eine Fritzbox hinter einem separaten Glasfasermodem befinden, kann es unter Umständen zu teils deutlichen Einbrüchen bei Down- und Upload-Raten kommen.
Als Ursache gilt inzwischen die Paketverarbeitung im Router, genauer gesagt die Interaktion zwischen Firmware und Hardware-Beschleunigung, denn eigentlich übernimmt ein dafür optimierter Logikblock im Prozessor diese Aufgabe, während FritzOS 8.20 unter bestimmten Bedingungen offenbar genau hier ins Stolpern gerät, was der Hersteller bestätigt, auch wenn man dort überwiegend von moderaten Leistungseinbußen ausgeht.
Bis ein reguläres Wartungsupdate seitens des Herstellers bereitsteht, empfiehlt sich ein pragmatischer Workaround: In der Weboberfläche der Fritzbox lässt sich die Paketbeschleunigung beziehungsweise die Hardware-Beschleunigung deaktivieren, wodurch die Verarbeitung über die CPU-Kerne erfolgt, was zwar geringfügig mehr Energie verbrauchen kann, in der Praxis jedoch oft sofort für stabile Übertragungsraten sorgt.
Für einzelne Modelle wie die Fritzbox 7690 existieren bereits experimentelle Laborversionen mit Korrekturen, was darauf hindeutet, dass eine offizielle Fehlerbehebung absehbar ist und vermutlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen dürfte.
