Ericsson kündigt massiven Stellenabbau in Schweden an
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson plant einen deutlichen Einschnitt bei seiner Belegschaft. So sollen rund 1.600 Arbeitsplätze in Schweden zukünftig wegfallen. Das Unternehmen hat die zuständigen Behörden informiert und Gespräche mit den Gewerkschaften aufgenommen. Als Begründung nennt Ericsson konzernweite Maßnahmen zur Senkung der Kosten und zur Steigerung der Effizienz, ein Signal, dass der Umbau wohl nicht auf einen einzelnen Standort begrenzt bleiben dürfte.
Mit dem Schritt wäre mehr als jeder zehnte Ericsson-Mitarbeiter in Schweden betroffen, was die Tragweite der Entscheidung unterstreicht. Besonders das Entwicklungszentrum in Stockholm-Kista steht dabei im Fokus. Gewerkschaftsvertreter reagieren scharf und kritisieren den geplanten Abbau als respektlos gegenüber den Beschäftigten, zumal Ericsson zu den wichtigsten Industriearbeitgebern des Landes zählt.
Auch außerhalb Schwedens sorgt die Ankündigung für Aufmerksamkeit. In Deutschland beschäftigt der Konzern ebenfalls mehrere tausend Menschen an verschiedenen Standorten. Offiziell ist hier zwar noch nichts beschlossen, doch angesichts der globalen Sparstrategie erscheint weiterer Personalabbau zumindest nicht ausgeschlossen.
