Steam Machine: HDMI 2.1 unter Linux bleibt weiterhin blockiert
Valves kommende Steam Machine könnte eigentlich längst HDMI 2.1 voll ausreizen, denn die Hardware dafür steckt theoretisch bereits im AMD-Ryzen-Chip. Doch während Windows-Systeme das Feature problemlos nutzen können, bleibt Linux offiziell außen vor. Der Grund ist dabei weniger technischer Natur als vielmehr ein Lizenzproblem, denn das HDMI-Forum verweigert weiterhin die Offenlegung der HDMI-2.1-Spezifikation für Open-Source-Treiber.
Valve bestätigt, dass die Unterstützung auf der Softwareseite noch in Arbeit sei, doch ohne freie Spezifikation lassen sich die nötigen Treiber nicht legal veröffentlichen. Schon Anfang 2024 hatte ein AMD-Entwickler berichtet, dass ein funktionsfähiger Linux-Treiber existiert, dieser jedoch vom HDMI-Forum abgelehnt wurde.
Die Folgen sind dabei spürbar: HDMI 2.0 limitiert die Steam Machine nämlich bei 4K auf 60 fps. Zwar ermöglicht Valve per Chroma Subsampling auch 120 Hz, doch diese Lösung bringt sichtbare Abstriche bei der Bildqualität mit sich. VRR ist lediglich über AMD Freesync möglich und setzt passende Monitore voraus.
Wer unkomprimierte 4K-120-Hz-Ausgabe unter Linux wünscht, kann derzeit auf einen aktiven DisplayPort-1.4-auf-HDMI-2.1-Adapter ausweichen. Diese umgehen die Bandbreitenlimits, unterstützen aber offiziell kein VRR. So bleibt HDMI 2.1 unter Linux ein weiterhin ungelöstes Ärgernis und das offenbar noch auf unbestimmte Zeit.
