Anthropic testet Claude Browsererweiterung für Chrome

Anthropic testet derzeit eine neue Funktion, die den KI-Assistenten Claude direkt im Chrome-Browser einsetzt. Damit kann Claude Webseiten sehen, Buttons klicken, Formulare ausfüllen und so alltägliche Aufgaben wie Terminplanung, E-Mail-Entwürfe oder Routinetests von Websites übernehmen.

Der Schritt gilt als logisch, schließlich spielt sich ein Großteil der Arbeit im Browser ab. Gleichzeitig entstehen aber neue Sicherheitsrisiken, die sogenannten Prompt-Injection-Angriffe, bei denen versteckte Anweisungen in Webseiten oder E-Mails die KI zu schädlichen Aktionen verleiten können – etwa Daten löschen oder ungewollte Transaktionen durchführen. In internen Tests lag die Erfolgsquote solcher Angriffe ohne Schutzmaßnahmen bei fast 24 %.

Um diese Gefahren zu reduzieren, setzt Anthropic auf mehrere Ebenen:

  • Rechteverwaltung: Nutzer entscheiden, auf welche Seiten Claude zugreifen darf.
  • Bestätigungen: Kritische Aktionen wie Käufe oder Datenfreigaben erfordern explizites Okay.
  • Sperren & Filter: Zugriff auf sensible Kategorien wie Finanz- oder Erwachsenen-Inhalte ist blockiert.
  • Angriffserkennung: Neue Klassifikatoren sollen verdächtige Muster erkennen, selbst wenn sie gut versteckt sind.

Mit diesen Maßnahmen konnte die Erfolgsquote von Angriffen im Test auf rund 11 % gesenkt werden und in speziellen Browser-Szenarien sogar auf 0 %.

Aktuell läuft ein kontrolliertes Pilotprogramm mit 1.000 Nutzer des teuren Max-Plans. Wer teilnehmen möchte, kann sich auf die Warteliste setzen lassen. Ziel ist es, in realistischen Nutzungssituationen Feedback zu sammeln und die Sicherheitsmechanismen weiter zu verbessern, bevor ein breiterer Rollout erfolgt.



(Bild: Anthropic)
Datum:
28.08.2025, 00:06 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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