LiDAR kann Smartphone-Kameras zerstören

Autonome Fahrzeuge nutzen zunehmend Lidar-Sensoren (Light Detection and Ranging), um ihre Umgebung präzise in 3D zu erfassen. Doch diese Technologie hat eine unerwartete Nebenwirkung: Sie kann die Sensoren von Smartphone-Kameras zerstören – ähnlich wie direkter Blick in die Sonne das menschliche Auge schädigt.

Ein Reddit-Nutzer dokumentierte kürzlich, wie die Kamera seines iPhone 16 Pro Max beschädigt wurde, als er sie direkt auf den Lidar-Sensor eines Volvo EX90 richtete. Der Grund: Die starken Infrarot-Laser des Lidars verbrannten die Pixel des Kamerachips, besonders bei Nahaufnahmen. Das Ergebnis war ein dauerhafter Farbfleck im Bild.

Volvo selbst rät ausdrücklich davon ab, Kameras direkt auf Lidar-Sensoren zu richten. Die Gefahr besteht vor allem bei geringer Distanz und direkter Ausrichtung. Doch nicht nur Volvo nutzt die Technologie – auch andere Hersteller wie Luminar setzen auf Lidar, insbesondere mit 1550-nm-Lasern, die besonders sensorschädigend wirken können.

Da autonome Fahrzeuge mit Lidar immer verbreiteter werden, sollten nicht nur Besitzer solcher Autos, sondern auch Passanten vorsichtig sein.

Stefan Kröll

Über den Autor

Gründer von Xgadget.de und IT-Experte mit über 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen macOS, Windows und Smart Home. Als leidenschaftlicher Tech-Enthusiast zudem auch spezialisiert auf Raspberry Pi Projekte und individuelle IT-Lösungen, um komplexe Technik für Anwender verständlich und nutzbar zu machen.

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