amarey A900 Saugroboter im Test

Wie ihr vielleicht wisst, nutze ich in meiner Wohnung schon seit einigen Jahren verschiedene Saugroboter, über diese ich in Xgadget.de auch schon berichtet habe. Heute ist mal wieder ein neuer hinzugestoßen und so werfen wir nun einmal einen genaueren Blick auf den „amarey A900“. Bei diesem Gerät handelt es sich um einen relativ neuen Saugroboter der erst seit Anfang diesen Jahres in Deutschland erhältlich ist und über einen Kamera-Ortientierungssensor sowie eine Smartphone-App verfügt.

Lieferumfang

Der amarey A900 kann über Amazon für etwa 379 Euro bestellt werden*, aktuell gibt es sogar noch einen Gutscheincode, sodass der effektive Preis bei 329 Euro liegt. Da das Produkt direkt in einem deutschen Warenhaus liegt, wird es Prime-Kunden auch sehr schnell zugesandt.

Das Paket ist im Vergleich zu meinen anderen Saugrobotern dabei relativ kompakt gehalten, dennoch ist der Inhalt umfangreich. Neben dem A900 Saugroboter, liegt dem Paket eine normale Infrarot-Fernbedienung (inkl. Batterien), eine Ladestation, ein Netzteil, insgesamt 4 Seitenbürsten, ein Ersatz-Filter, ein Plastikabstreifer, ein Magnet-Absperrband sowie eine dicke Bedienungsanleitung bei. Im folgenden haben wir euch dazu den Unboxing-Prozess in einem unkommentieren Video festgehalten:

Etwas unschön ist dagegen der Blaue-Aufkleber der auf den unteren Einschaltknopf hinweist, der Hersteller hat hier ziemlich guten Klebstoff verwendet, sodass man diesen nur sehr schlecht von der Oberfläche ablösen kann. Unser Tipp: Mit Papiertaschentuch und einer Spülmittel-Wasser-Mischung lassen sich die kleineren Klebereste problemlos entfernen.

Technische Daten

Nachfolgend haben wir einige technische Daten des A900 aufgelistet:

  • 60 dB Lautstärke
  • 1400 pa Saugleistung
  • Kamera zur Positions-/Hinderniserkennung
  • 2600 mAh Lithium-Akku
  • 4 Meter Magnetband
  • Netzteil mit EU-Stecker
  • 0,5 Liter Staubbehälter
  • max. 4 Stunden Ladezeit
  • 100 Minuten Betriebsdauer pro Akkuladung
  • knapp 2,6 Kilogramm schwer
  • Lange und Breite: 32,3 cm, Höhe: 7,5 cm

Ersteindruck

Optisch macht der Saugroboter einen guten Ersteindruck, das Design wirkt recht hochwertig, allerdings ist die Hochglanzoberfläche auf der Oberseite recht Staub- und Schmutzanfällig. Im folgenden haben wir einige Fotos von der Ober- und Unterseite des Geräts eingebunden:

Smartphone-App einrichten

Wie bereits am Anfang angekündigt, verfügt der amarey A900 auch über eine passende Smartphone-App, diese steht sowohl für die iOS- als auch Android-Plattform zur Verfügung und kann über die entsprechenden App Stores heruntergeladen werden:

‎amarey
‎amarey
Entwickler: Yonghong Zhao
Preis: Kostenlos
amarey
amarey
Entwickler: Ankobot
Preis: Kostenlos

Nachdem der Download abgeschlossen ist, muss man beim ersten App-Start noch ein Benutzerkonto bei amarey anlegen. Dazu einfach mit eMail-Adresse und Wunsch-Passwort registrieren, noch kurz den PIN-Code aus der automatisch verschickten eMail zur Bestätigung eingeben und schon ist das Konto eingerichtet.

Die relativ schlechten App-Bewertungen können wir nicht nachvollziehen, gut möglich, dass frühere Softwareversionen noch fehleranfälliger waren. In unserem Test hat die Smartphone-Applikation dagegen reibungslos funktioniert.

Der erste Start

Sobald wir die Kontoregistrierung der App abgeschlossen haben, können wir uns wieder dem Saugroboter zuwenden. Diesen drehen wir zunächst auf die Unterseite und schalten den Hauptschalter ein, der Roboter begrüst uns daraufhin mit einer Lautsprecheransage und vermeldet nach einigen Sekunden seine Bereitschaft.

Nun können wir in der Smartphone App das Saugroboter-Modell „A900“ auswählen, uns anschließend mit dem Staubsauger-WLAN verbinden und dort das Passwort unseres heimischen WLAN-Netzwerkes hinterlegen (Info: Es funktionieren nur 2,4 GHz WLAN-Netze, 5 GHz wird nicht unterstützt). Daraufhin verbindet sich der Roboter mit dem WiFi und wir können diesen ab sofort über die Smartphone App steuern.

Bevor mit der eigentlichen Reinigung begonnen werden kann, sollte man jedoch zunächst den Akku komplett aufladen lassen. Dazu stecken wir das beiligende Netzteil in eine freie und zugängliche Steckdose und verbinden diese mit der Ladestation. Anschließend stellen wir unseren Roboter davor ab und wählen über die Smartphone-App die Option „Auto-Docking“ – der A900 fährt daraufhin automatisch zur Ladestation.

Da der Saugroboter mit etwa 50 Prozent Restladung verschifft wird, dauert die Restladung etwa zwei bis drei Stunden, danach kann ein normaler Reinigungsvorgang mit Druck auf den „Play“-Button in der Smartphone-App gestartet werden. Alternativ kann natürlich auch der Startknopf, direkt an Oberseite des A900, betätigt werden.

Während des Reinigungsvorgangs zeichnet der Roboter seinen Weg übrigens innerhalb der App auf, neben Quadratmeteranzahl wird auch die vergangene Zeit eingeblendet. Sobald der Raum komplett gereinigt wurde fährt der Saugroboter wieder selbständig zum aufladen an seine Ladestation zurück.

Alexa einrichten

Neben der Steuerung über das Smartphone, lässt sich der amarey A900 übrigens auch über den Alexa-Sprachassistenten steuern. Um dies einzurichten muss man lediglich den „Tuya Smart“-Skill über die Alexa-App aktivieren und anschließend noch die vorherigen Amarey-Zugangsdaten eingeben.

Anschließend lässt sich der Saugroboter mit den Sprachbefehlen „A900 starten“ oder „A900 einschalten“ starten und mit „A900 ausschalten“ zur Ladestation zurückrufen. In der Alexa-App lässt sich der Name „A900“ auch editieren und somit nach eigenen Wünschen konfigurieren.

Tuya Smart
Tuya Smart
Entwickler: Tuya Inc.
Preis: Kostenlos

Praxiseinsatz

Doch wie schlägt sich der A900 Saugroboter im Praxiseinsatz? Um es kurz zu machen, auf einem Ranking von 1 bis 10 würden wir dem Roboter eine 8 vergeben. Kleinere Kritikpunkte sind etwa die leicht schwächere Saugleistung im Vergleich zu anderen Geräten und die Zubehörsituation (siehe Fazit). Solltet ihr in eurer Wohnung hauptsächlich Langhaarteppich verlegt haben, so werdet ihr voraussichtlich mit Konkurrenzmodellen etwas glücklicher werden. Bei Laminatboden oder Kurzhaarteppichen reicht die Saugleistung dagegen problemlos aus.

Schwer zugängliche Stellen oder Kabelstolperfallen solltet ihr am besten von der Reinigung mit dem beiliegenden Magnetband ausschließen, wie jeder Saugroboter hat hier auch der A900 von amarey seine Probleme wieder vom Fleck zu kommen.

Wer seinen Roboter über die beiliegende Fernbedienung steuern möchte, muss sich übrigens im Sichtbereich befinden, da sonst das Infrarotsignal nicht beim A900 ankommt. Alternativ bietet sich daher die WLAN-Steuerung mittels Smartphone oder Sprachassistent an, um diesen auch bequem in einem anderen Zimmer zur Reinigung auffordern zu können.

Wie auch andere Roboter verfügt der A900 natürlich über eine Absturzerkennung, Treppen müssen im Regelfall also nicht extra mit Magnetband gesperrt werden (Ausnahme: Dunkle Treppen, dort schlagen die Sensoren wohl manchmal ungenau an, wie aus der Bedienungsanleitung zu entnehmen ist).

Ein nettes Feature ist auch die manuelle Steuerung des Roboters, hier sollte aber beachtet werden, dass die Sicherheitsfunktionen in diesem Modus deaktiviert sind. Der Roboter kann so also beispielsweise mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand gefahren werden 😉

Fazit

Für aktuell knapp 329 Euro* ist der amarey A900 eine gute Alternative zu anderen App-Steuerbaren Saugrobotern. Besonders gut hat uns die sichere Navigation des Roboters gefallen, außerdem ist die Sauglautstärke wesentlich angenehmer als bei Konkurrenzmodellen. Einziger wesentlicher Kritikpunkt ist aktuell das Verbrauchszubehör, hier gibt es noch relativ wenig Konkurrenz, sodass man hier oftmals zum Originalprodukt des Herstellers greifen muss – mit 20 Euro* nicht extrem teuer, dennoch könnte es natürlich gerne auch günstiger sein. Trotzdem können wir abschließend den A900 nur empfehlen, ein gut verarbeiteter Saugroboter zu einem fairen Preis.



Seitenansicht des amarey A900 Staubsauger-Roboters. (Bild: Xgadget.de)
Datum:
17.09.2019, 00:03 Uhr
Autor:
Comments:
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* gesponserter Link
Blogverzeichnis - Bloggerei.de