Ubisoft verzeichnet massiven Kursverlust an der Börse
Die Aktie von Ubisoft hat einen der schwersten Einbrüche ihrer jüngeren Geschichte erlebt. Innerhalb kurzer Zeit verlor das Papier rund 35 Prozent an Wert, der Handel wurde zwischenzeitlich sogar ausgesetzt. Auslöser war weniger ein einzelnes Ereignis als vielmehr ein tiefgreifender Strategiewechsel, der Investoren verunsichert zurücklässt.
Der französische Spielekonzern ordnet seine gesamte Entwicklungsstruktur neu und bündelt Studios sowie Marken in sogenannten Kreativhäusern. Was langfristig Effizienz und bessere Spielqualität bringen soll, sorgt kurzfristig für erhebliche Risiken. Projektstopps, Verschiebungen und deutlich gesenkte Geschäftserwartungen belasten das Vertrauen des Marktes spürbar.
Besonders schwer wiegt der Blick auf die Zahlen, denn für das laufende Geschäftsjahr rechnet Ubisoft nur noch mit deutlich geringeren Einnahmen, hohen Abschreibungen und einem operativen Verlust in Milliardenhöhe. Auch der Cash-Bestand dürfte merklich schrumpfen. Zwar zeigt sich das Weihnachtsquartal dank starker Katalogtitel wie auch Anno 117 stabil, doch eine dünn besetzte Release-Pipeline und fehlende Termine für große Marken verstärken die Unsicherheit.
Anleger und Branche blicken daher nun gespannt auf die Quartalszahlen im Februar 2026. Dann dürfte sich auch zeigen, wie tiefgreifend der Umbau tatsächlich ausfällt und ob neben finanziellen Einschnitten auch ein größerer Stellenabbau bevorsteht.
