Switch 2 wird durch verhaltenes Weihnachtsgeschäft ausgebremst
Nach einem vielversprechenden Start konnte die Nintendo Switch 2 ihr Momentum im jüngsten Weihnachtsgeschäft nicht halten. Vor allem im direkten Vergleich mit der ersten Switch-Konsole zeigt sich, dass die neue Hardware deutlich langsamer verkauft wurde. In den USA blieben die Absätze spürbar unter den Zahlen von 2017, auch wichtige europäische Märkte entwickelten sich verhaltener. Lediglich in Japan erwies sich die Nachfrage als vergleichsweise stabil.
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Ein angespanntes wirtschaftliches Umfeld, höhere Preise und das Fehlen eines großen, speziell auf westliche Märkte zugeschnittenen Blockbusters zur wichtigsten Verkaufszeit dürften ihren Teil beigetragen haben. Dennoch hält Nintendo an seinen ambitionierten Absatzzielen fest und sieht die Switch 2 trotz des verlangsamten Tempos weiterhin im Rahmen der internen Planungen.
Parallel dazu wächst jedoch der Druck auf der Kostenseite. Der deutlich erweiterte Arbeitsspeicher der Konsole treibt die Produktionskosten spürbar nach oben, was bei Nintendos traditionell niedrigen Hardwaremargen schnell ins Gewicht fällt. Steigende RAM-Preise schränken damit nicht nur die Profitabilität ein, sondern auch den Spielraum für aggressive Preisaktionen.
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit bereits wider, auch wenn das Gesamtbild noch kein dramatisches ist. Operativ will Nintendo nun verstärkt auf ein starkes Software-Line-up und zusätzliche Impulse aus anderen Bereichen setzen. Neue Spieleveröffentlichungen und der kommende Mario-Kinofilm sollen der Switch 2 langfristig wieder mehr Rückenwind verschaffen und die anfängliche Zurückhaltung im Markt ausgleichen.
Letzte Aktualisierung am 10.01.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
