Speicher wird zum Engpass: Warum AMD über ein AM4-Revival nachdenkt
Die Preise für DRAM und NAND ziehen weiter deutlich an und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Marktbeobachter rechnen in den kommenden Monaten mit teils massiven Aufschlägen, die je nach Speicherart bis weit über 50 Prozent reichen können. Besonders stark betroffen ist Server-DRAM, der durch den rasanten Ausbau von KI-Rechenzentren stark nachgefragt wird, während für klassische Desktop-PCs, Notebooks und andere Endgeräte immer weniger Produktionskapazitäten übrig bleiben.
Auch Endkunden spüren diese Verschiebung zunehmend. Arbeitsspeicher für PCs und Notebooks wird spürbar teurer, bei NAND-Flash für SSDs zeichnen sich ebenfalls deutliche Preissprünge ab. Auch Konsolenhersteller denken mittlerweile über Preisanpassungen nach. Damit verteuern sich Neuanschaffungen und Aufrüstungen gerade in einem Segment, das zuletzt von vergleichsweise günstiger Hardware profitiert hatte.
Vor diesem Hintergrund erwägt AMD einen ungewöhnlichen Schritt, denn der Hersteller denkt darüber nach, bereits eingestellte AM4-Prozessoren erneut anzubieten. Modelle der Ryzen-5000-Serie könnten Anwendern eine preislich attraktivere Alternative bieten, da sie weiterhin auf DDR4-Speicher setzen, der trotz steigender Preise noch deutlich günstiger ist als DDR5. Hinzu kommen preiswertere Mainboards, was den Gesamtaufwand für ein System spürbar senkt. Technisch sind die Zen-3-CPUs zwar nicht mehr an der Spitze, doch für viele Nutzer bleibt ihre Leistung mehr als ausreichend.
