Personalausweis dürfte bald teurer werden
Der Personalausweis könnte bald spürbar teurer werden, denn das Bundesinnenministerium (BMI) hat ein Verfahren zur Anpassung der Gebühren angestoßen. Hintergrund sind gestiegene Kosten bei der Bundesdruckerei sowie die laufende Umstellung auf digitale Passfotos.
Derzeit kostet ein Ausweis 37 Euro (für Antragsteller unter 24 Jahren: 22,80 Euro). Zusätzlich fallen 6 Euro für das biometrische Foto an, wenn es direkt bei der Behörde aufgenommen wird. Diese Gebühren gelten seit Januar 2021 – zuvor lag der Preis bei 28,80 Euro.
Zum 1. August hat die Bundesdruckerei ihre Preise für Kommunen bereits um rund 4,90 Euro pro Ausweisdokument erhöht. Da die Städte ohnehin mit höheren Personal- und Energiekosten zu kämpfen haben, fordert der Deutsche Städtetag eine umfassendere Anpassung, auch bei Reisepässen und anderen Dokumenten.
Eine zusätzliche Rolle spielt die Digitalisierung: Mit dem bundesweiten Rollout der neuen Foto-Systeme („PointID“) entstehen langfristig hohe Kosten, die zumindest teilweise über die Gebühren gedeckt werden sollen.
Wie hoch die neuen Gebühren konkret ausfallen werden, ließ das Ministerium bislang allerdings noch offen.