Microsoft streicht Einzelpläne für SharePoint und OneDrive
Microsoft beendet schrittweise den Verkauf eigenständiger Lizenzen für SharePoint Online und OneDrive for Business. Ab Mitte 2026 sollen keine neuen Kunden mehr auf die bisherigen Einzelpläne zugreifen können, bestehende Verträge laufen spätestens Ende 2029 aus. Wer die Dienste weiterhin nutzen möchte, wird künftig auf umfangreiche Microsoft-365-Pakete wechseln müssen.
Offiziell begründet Microsoft diesen Schritt mit geringer Nachfrage, steigenden Betriebskosten und einer Nutzung der Produkte außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereichs. Hinter den nüchternen Formulierungen verbirgt sich vor allem ein klarer Strategiewechsel: Weg von günstigen Einzelabos, hin zu Komplettlösungen, in denen möglichst viele Dienste gebündelt sind.
Für viele kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das eine spürbare finanzielle Mehrbelastung. Während die bisherigen Einzelpläne nur wenige Dollar pro Nutzer kosteten, liegen die Preise für M365-Suiten ein Vielfaches darüber und steigen ab 2026 zusätzlich. Gleichzeitig enthalten diese Pakete zahlreiche Funktionen wie E-Mail, Kollaborationstools oder Sicherheitsfeatures, die nicht jeder Betrieb tatsächlich benötigt.
Microsoft gewährt zwar lange Übergangsfristen und verweist auf Hilfsprogramme für die Migration, echte gleichwertige Alternativen außerhalb der großen Suiten bietet der Konzern jedoch nicht an. Zusatzspeicher oder nutzungsbasierte Abrechnung ändern nichts am grundlegenden Kurs. Unterm Strich zeigt sich einmal mehr, dass Microsoft konsequent auf das Abomodell mit breitem Funktionsumfang setzt und in Kauf nimmt, dass Kunden mit schlankem Bedarf künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
