Intel unter Druck: Kaum Hoffnung auf schnelle Wende

Der angeschlagene Prozessorhersteller Intel hat für das vierte Quartal und das Gesamtjahr zwar besser abgeschnitten als viele befürchtet hatten, doch an der Börse hilft das wenig, denn die strukturellen Probleme des Konzerns bleiben bislang bestehen. Der Umsatz lag zum Jahresende mit rund 13,7 Milliarden US-Dollar am oberen Rand der eigenen Prognose, gleichzeitig fiel der Nettoverlust geringer aus als erwartet, was vor allem auf konsequente Kostensenkungen und deutlich niedrigere Aufwendungen für Umstrukturierungen zurückzuführen ist.

Auf Jahressicht wirkt die Bilanz auf den ersten Blick sogar fast ausgeglichen, doch dieser Eindruck täuscht, weil die massiven Abschreibungen aus dem Vorjahr das Vergleichsbild verzerren. Operativ hat sich Intel zwar spürbar stabilisiert, doch der eigentliche Bremsklotz bleibt die eigene Chipfertigung, die trotz erster externer Kunden weiterhin Milliardenverluste produziert und bislang nicht nachhaltig profitabel arbeitet.

Stabil bleibt dagegen zum Glück das klassische Prozessorgeschäft für PCs, das weiterhin den Großteil des Gewinns erwirtschaftet, während die Serversparte trotz KI-Boom nur verhalten wächst und Intel bei spezialisierten KI-Beschleunigern kaum eine Rolle spielt. Der Ausblick auf das laufende Quartal fällt entsprechend ernüchternd aus: sinkende Margen, kaum Wachstum und ein erneut deutlich höherer Verlust.




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(Bild: Intel)
Datum:
24.01.2026, 22:22 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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