China bremst den Touchscreen-Trend im Auto

Das Land der Mitte zieht die Reißleine bei der Bedienung moderner Fahrzeuge, denn künftig sollen zentrale Fahrzeugfunktionen wieder über physische Tasten steuerbar sein und nicht mehr nur ausschließlich über Touchdisplays. Einen entsprechenden Entwurf legte das Wirtschaftsministerium MIIT im Februar 2026 vor.

Der geplante Standard schreibt vor, dass sicherheitsrelevante Funktionen wie Blinker, Warnblinker, Hupe, Licht, Scheibenwischer, Fensterheber oder das Notrufsystem fest positionierte, ertastbare Bedienelemente erhalten müssen. Reine Bildschirmbedienung reicht nicht mehr aus. Die Schalter müssen zukünftig klar auffindbar sein, ausreichend groß oder eindeutig erfühlbar und bei der Nutzung ein haptisches oder akustisches Feedback geben.

Die Regelung soll für Neuwagen ab dem 1. Juli 2027 gelten. An der Ausarbeitung waren neben Prüfinstituten auch große Hersteller beteiligt, darunter BYD und Geely. Ziel ist mehr Sicherheit und weniger Ablenkung im Straßenverkehr.

Der Schritt markiert einen klaren Kurswechsel, denn vor allem Hersteller wie Tesla hatten zuletzt konsequent auf Touch-Bedienung gesetzt. Erst kürzlich hatte China übrigens auch versenkbare und ausschließlich elektrische Türgriffe sowie die sogenannte Yoke-Lenkräder verboten – ebenfalls aus Sicherheitsgründen.



Vor allem Tesla muss in Zukunft wohl seine reine Touchscreen-Strategie überdenken. (Symbolbild: Tesla.com)
Datum:
23.02.2026, 00:07 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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