Brand im Amazon AWS-Rechenzentrum in den Emiraten
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es zu einem Brand in einem Rechenzentrum von Amazon Web Services (AWS) gekommen. Nach Angaben des Unternehmens wurden Teile der Anlage durch herabfallende „Gegenstände“ beschädigt, die Funken und schließlich ein Feuer auslösten. Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe auf die Emirate, die seit Samstag mit zahlreichen Raketen und Drohnen attackiert werden. Die Stromversorgung wurde daraufhin vorsorglich abgeschaltet, während Einsatzkräfte den Brand löschten.
Konkret betroffen war eine einzelne Availability Zone (mec1-az2) in der AWS-Region ME-CENTRAL-1. Durch den Stromausfall kam es zu Ausfällen und Verbindungsproblemen bei EC2-Instanzen, EBS-Volumes sowie Datenbankdiensten. Auch verschiedene Programmierschnittstellen (APIs), insbesondere im Netzwerkbereich, verzeichneten erhöhte Fehlerraten und Verzögerungen.
AWS leitete Datenverkehr in andere Availability Zones um. Anwendungen, die redundant über mehrere Zonen hinweg betrieben werden, blieben laut Unternehmen weitgehend unbeeinträchtigt. Kunden wurden jedoch angewiesen, fehlgeschlagene API-Anfragen zu wiederholen oder bei dringendem Bedarf Ressourcen in anderen Zonen oder Regionen neu zu starten beziehungsweise aus Backups wiederherzustellen.
Die Wiederherstellung der Stromversorgung und der betroffenen Systeme wird wohl noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Währenddessen kommt es in nicht betroffenen Zonen teils zu längeren Bereitstellungszeiten, da die zusätzliche Last abgefangen werden müsse.
