Spielautomaten knacken: Welche Tricks kursieren im Internet?

Spielautomaten sind weltweit das beliebteste Glücksspiel und versprechen mit geringem Einsatz das große Geld. Dafür muss natürlich das Glück seinen Part erfüllen. Falls es das nicht tut, versprechen zahlreiche Tricks im Netz, wie sich Slots manipulieren und knacken lassen – sowohl online als auch offline. 

Ein Spielautomat mit drei Walzen in einer landesbasierten Spielhalle

Slots sind so programmiert, dass sie „eigentlich“ nicht manipuliert werden können. Bildquelle: DEAR / Pixabay

Können Spielautomaten überhaupt manipuliert werden?

Im Internet tummeln sich allerlei Gerüchte, Mythen und Anleitungen rund um das Manipulieren der Spielautomaten. Echte Erfahrungsberichte und stichhaltige Beweise sind jedoch eher selten anzutreffen. Das sollte auch nicht weiter verwunderlich sein, da ein Manipulationsversuch schnell in einer illegalen Tat münden kann. Allerdings macht diese Tatsache die gesamte Causa nur noch interessanter. Dennoch stellt sich die Frage, ob sich Spielautomaten manipulieren lassen – die Antwort und mehr dazu in diesem Artikel.

Spielautomaten mit Magnet austricksen

Das wohl hartnäckigste und älteste Gerücht handelt davon, dass sich Spielautomaten mit einem Magnet knacken lassen. Eine richtige Anleitung sucht man im Netz allerdings vergebens. Dennoch genießt dieser Trick mittlerweile Kultstatus in diesem Themenbereich.

Ob ein Magnet wirklich in der Lage ist, einen Spielautomaten zu manipulieren, darf stark angezweifelt werden. Vielleicht hat die Methode noch vor ein paar Jahrzehnten funktioniert, doch heute dürfte es angesichts des technologischen Fortschritt ein Ding der Unmöglichkeit sein, die High-End-Spielgeräte mit einem herkömmlichen Magneten in die Knie zu zwingen. Dafür ist die eingebaute Software viel zu fortgeschritten. Auf einen Geldsegen sollte entsprechend nicht gehofft werden.

Ist das Handy die moderne Brechstange?

Deutlich interessanter ist die Frage, ob sich Spielautomaten per Handy manipulieren lassen. Denn Smartphones arbeiten genau wie die Glücksspielgeräte mit Strahlung und Frequenzen. Diese Tatsache macht eine theoretische Manipulation möglich – allerdings nicht für Laien.

Smartphones geben eine Strahlung zwischen 1.800 und 2.000 Megahertz (MHz) ab. Das ist der Frequenzbereich, in dem sich auch Automatenspiele bewegen. Diese Gemeinsamkeit ist dafür verantwortlich, warum per Handy auf die Funktionsweise der Slots zugegriffen werden kann. Wer sich genauer mit der Thematik beschäftigt, wird zwangsläufig auf Apps und Programme stoßen, die sich die Strahlung von Bluetooth und WLAN zunutze machen. Dadurch sind sie in der Lage, bestimmte Ereignisse im Spielverlauf vorauszusagen. So jedenfalls prognostiziert es das Netz.

„Phreaking“ per Smartphone

Eine gewisse Zeit lang berichteten die Medien von „Phreaking“. Dabei handelt es sich um eine weitere Möglichkeit, Slots per Handy zu manipulieren. So nutzen laut Presseberichten einige findige Gambler etwaige Sicherheitslücken in der Software aus. Grundsätzlich basiert die Methode darauf, dass das Handy nach einer Infrarot-Diode im Automaten sucht. Die Position der Diode wird dann einer externe Software gesendet, die den Spielenden im besten Fall als Administrator erkennt. Solch ein Slots hat dann nichts mehr mit Glück zu tun.

So profitabel und simpel das „Phreaking“ auch klingen mag, damit die Methode auch tatsächlich angewendet werden kann, muss zunächst die nötige Software aufgetrieben werden. Darüber hinaus haben damals die Aufsteller und Hersteller die Sicherheitslücke relativ schnell erkannt und geschlossen. Eventuell besteht zwar noch die Möglichkeit, dass das „Phreaking“ bei einigen Slots funktioniert, aber sich darauf zu verlassen, gliche der berühmt-berüchtigten Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Grundsätzlich kann es immer mal wieder vorkommen, dass Spielautomaten anfällig sind und sich per Smartphone knacken lassen. Allerdings sind solche Fehlfunktionen in der Software nur von sehr kurzer Dauer. Hersteller und Spielhallen haben die entsprechenden Fehler längst behoben, ehe man davon Wind davonbekommt.

Automaten per Draht austricksen

Der gute alte Draht wird in zahlreichen Foren und auf Branchenseiten als nützliches Werkzeug für die Spielautomatenmanipulation angeführt. Es gibt sogar explizite Anleitungen, die jedoch nicht weiter beachtet werden sollten, da sie auf keinen Fall funktionieren würden. Generell darf der Nutzen eines einfachen Drahtes stark angezweifelt werden. Die Automaten in Spielhallen und Casinos basieren auf komplexer Technik. Schon alleine der gesunde Menschenverstand verbietet es, der Drahttheorie Glauben zu schenken.

Darüber hinaus ist es ziemlich auffällig, wenn in einer Spielhalle mit einem Draht an einem Slot herumgedoktert wird. Abseits der geringen Erfolgsaussichten ist solch ein Vorgehen logischerweise illegal.

Störsender oder EMP-Jammer

Viele Spielautomaten verfügen über Bluetooth, was sie wiederum anfällig für elektronische Attacken macht. Insbesondere die sogenannten Jammer, die einen elektromagnetischen Impuls verursachen, sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Sie fungieren als Sender, die die elektrischen Schaltungen der Slots stören sollen.

Im Netz tummeln sich allerlei Bausätze, Tutorials und Ratgeber, die sich mit EMP-Jammern auseinandersetzen und die Funktionsweise erklären. Einige Online-Shops verkaufen die Jammer sogar direkt. In der Hochphase waren die Störsender unter anderem in Zigarettenschachteln verbaut. Heutzutage werden Apps und andere Software genutzt, um die Funktionsweise eines Spielautomaten zu beeinflussen.

Münze herausziehen

Genauso legendär wie die Methode mit dem Magneten ist die Strategie, die eingeworfene Geldmünze einfach wieder herauszuziehen. Es mag zwar absurd klingen, dennoch ist die Manipulationsvariante ziemlich prominent im Netz vertreten. Doch wie funktioniert sie genau? Man bindet einfach eine Münze an einen Faden, so dass sie durch den Einwurfschacht wieder herausgezogen werden kann, nachdem der Spielautomat die Einzahlung erkannt hat. Dadurch erhält man bei Erfolg quasi Freispiele.

Dieser Trick wurde nicht nur an Spielautomaten, sondern auch Zigarettenautomaten ausgiebig getestet. Früher hat die Strategie sogar funktioniert, da die Hersteller nicht mit solch einer Dreistigkeit bzw. mit solch einem Einfallsreichtum gerechnet haben.

Lassen sich Online-Spielautomaten manipulieren?

Slots in Online-Casinos sind nicht greifbar. Sie bestehen quasi komplett aus Software, was eine Unterwanderung erschwert. Das Netz schwört jedoch auf Bots, die Schwachstellen der digitalen Spielautomaten gezielt attackieren und Spielenden ermöglichen, hohe Gewinne einzufahren.

Die jeweiligen Bots sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Online-Slots werden ausschließlich von namhaften und renommierten Providern entwickelt, die ihre Anwendungen vertrauenswürdigen Online-Casinos gegen eine Lizenz zur Verfügung stellen. Die gesamte Software liegt entsprechend auf den Servern der jeweiligen Provider, deren Firewall und IT-Sicherheit wohl kaum einen Bot durchlassen.

Wahrscheinlicher sind da eher Bugs, die zwar keine direkte Manipulation sind, dennoch für eigenen Vorteile genutzt werden können. Allerdings sind Fehler in der Software eines Providers oder eines Online-Casinos im absoluten Kontext relativ selten. Die Optimierung ist aufgrund der modernen Branchenstandards sehr hoch.



(Symbolbild: Spielautomat in GTA 5)
Datum:
23.02.2022, 03:08 Uhr
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