Brasilien zwingt Apple zur Öffnung des iPhone-Ökosystems

Apple muss sein bislang streng kontrolliertes iPhone-System auch in Brasilien weiter öffnen. Nach einem Kartellverfahren einigte sich der Konzern mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde Cade darauf, Nutzern künftig den Kauf digitaler Inhalte und Dienstleistungen außerhalb des offiziellen App Stores zu ermöglichen. Im Gegenzug wurde das Verfahren eingestellt, bei Verstößen drohen dem Unternehmen jedoch hohe Geldstrafen.

Kern der Vereinbarung ist mehr Freiheit für Entwickler und Nutzer. App-Anbieter dürfen künftig offen auf alternative Bezahlmethoden und externe Angebote hinweisen, ohne von Apple eingeschränkt zu werden. Gleichzeitig entfällt die Pflicht, ausschließlich Apples eigenes Zahlungssystem zu nutzen, wobei externe Optionen gleichwertig dargestellt werden müssen. Auch alternative App-Marktplätze sollen auf dem iPhone zugelassen werden und das sogar ohne abschreckende Warnhinweise oder technische Hürden.

Apple verweist weiterhin auf mögliche Risiken für Datenschutz und Sicherheit, die mit der Öffnung des Systems einhergehen könnten. Dennoch reiht sich Brasilien mit dieser Entscheidung in einen internationalen Trend ein, schließlich gelten ähnliche Regeln bereits in der EU sowie in Ländern wie Japan, Südkorea und den USA.



(Bild: Apple Inc.)
Datum:
05.01.2026, 00:17 Uhr
Autor:
Stefan Kröll
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