HP testet Mietmodell für Hardware
Hardware im Abo ist längst kein Nischenkonzept mehr, doch nun testet auch HP ein Mietangebot für Laptops in den USA. Gegen eine monatliche Gebühr erhalten Kunden wahlweise ein Office-Notebook oder einen aktuellen Gaming-Laptop. Die Einstiegspreise beginnen bei rund 50 US-Dollar, High-End-Modelle liegen dagegen deutlich darüber.
Das Modell wirkt auf den ersten Blick für Kunden attraktiv, schließlich gibt es eine 30-tägige Testphase, technischen Support rund um die Uhr und die Option, das Gerät nach einem Jahr gegen ein neueres auszutauschen. Gerade für Nutzer, die regelmäßig mit aktueller Hardware wollen, klingt das nach einem kalkulierbaren Upgrade-Pfad ohne hohe Einmalzahlung.
Der Haken liegt im Detail, denn die Mieter besitzen das Gerät zu keinem Zeitpunkt, eine spätere Übernahme ist aktuell ebenfalls nicht vorgesehen. Bei eventuellen Schäden am Gerät kann zudem eine Restwertzahlung fällig werden, was das Kostenrisiko somit erhöht. Zudem behält sich HP vor, Geräte bei Regelverstößen aus der Ferne zu sperren, ein Punkt, der nicht jedem gefallen dürfte.
Unterm Strich ist das Angebot vor allem für Anwender interessant, die maximale Flexibilität suchen und sich nicht langfristig binden möchten. Wer hingegen Wert auf Eigentum und volle Kontrolle legt, fährt mit dem klassischen Kauf weiterhin ruhiger. Aktuell ist unklar ob das HP-Mietmodell auch nach Europa kommen wird, dies dürfte auch maßgeblich damit zusammenhängen wie gut das Programm in den USA von den Kunden angenommen wird.
