LinkedIn Live: Die Zukunft des Live-Streamings

Live-Streaming von Inhalten über das Internet wurde nicht zuletzt durch das spektakuläre Wachstum von Twitch salonfähig gemacht. Nun wirft ein weiteres Unternehmen eher unerwartet seinen Namen in den Ring: LinkedIn. Das soziale Netzwerk für Geschäftskontakte setzt seit Kurzem auf den Live-Streaming Dienst LinkedIn Live. Was das genau ist und wie die Zukunft des Streamings aussieht, gibt es in diesem Artikel zu lesen.

LinkedIn Live soll den Unterschied machen

Startschuss für das Live Streaming bei LinkedIn. – Quelle: Today Testing via Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Wenn sich professionelle Geschäftsleute untereinander austauschen und ein Netzwerk aufbauen möchten, dann passiert das abseits persönlicher Treffen vor allem über LinkedIn. Mittlerweile hat das Netzwerk seit seiner Gründung 2002 600 Millionen Mitglieder angehäuft und genießt einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie Facebook und Twitter. Laut einer Originalmeldung von TechCrunch wird die Plattform LinkedIn Live in seiner Beta-Phase vorerst nur in den Vereinigten Staaten veröffentlicht werden, wo ausgewählte Nutzer das Produkt dank Einladung testen können. Sämtliche anderen Nutzer sollen sich zeitnah für den Dienst bewerben können, um ebenfalls Zugang zu erhalten.

Die Zukunft des Live-Streamings beinhaltet, wie an LinkedIn zu erkennen, vor allem interaktive Elemente. Diverse andere Unternehmen haben dies längst erkannt und setzen vollends auf die Möglichkeiten, welche die moderne Technologie bereitstellt. Ein Beispiel dafür ist Twitch, wo der Chat einen immer wichtigeren Anteil einnimmt, um die Kommunikation zwischen Streamer und Zuschauer zu gewährleisten. Interaktive Gaming-Optionen im Online Casino oder Gaming Anbieter sind seit langem erfolgreich, deren Erfolg Vorbild für viele neue Unternehmenssparten.

Wohin entwickelt sich das Live-Streaming zukünftig?

Andere Anbieter sind LinkedIn bereits einen Schritt voraus und setzen auf modernste Technologie. – Quelle: JohnnyMrNinja via Wikimedia (CC BY 2.0)

Welches Ziel verfolgt LinkedIn selbst mit dem Einstieg in den durchaus umkämpften Live-Streaming-Markt? Als Beispiel führt das Unternehmen vor allem die neuen Möglichkeiten an, welche durch das Streaming möglich werden. Zu diesen gehören sogenannte AMA-Events (Ask Me Anything) und Tipp-Streams von erfahrenen Geschäftsleuten an aufstrebende Talente. Die Übertragung von Konferenzen und anderen unternehmensinternen Vorgängen soll ebenfalls möglich sein. Die Oberfläche erinnert in der Art des Designs an den Service Facebook Live. Der vergleichsweise späte Einstieg von LinkedIn in den Live-Streaming-Markt wirkt zwar etwas langsam, hat jedoch den Vorteil, dass Anfängerfehler anders als bei der Konkurrenz vermeidbar sein sollten.

Neben den recht individuellen Anwendungen im Casino oder bei LinkedIn geht es auf dem Rechtemarkt noch um viel mehr. Das trifft vor allem auf die zunehmend kostspieligeren Sportrechte zu, um die neben den herkömmlichen TV-Stationen nun auch die Online-Streamingdienste konkurrieren. Neben DAZN und dem Eurosport Player drängen auch Amazon, Facebook und Twitter auf den Markt. Auch wenn die Konzerne abseits der Audiorechte von Amazon bisher weniger auf sich aufmerksam machten, könnte ihnen mit Sicherheit ein Teil der Zukunft gehören. Ohnehin geht der Trend angesichts der Nutzerdaten immer mehr zu Mobilgeräten und darauf optimierte Inhalte. Livestreams sind schon jetzt ein wichtiger Teil der sozialen Medien und werden in ihrer Bedeutung weiterhin steigen.



(Bild: Linkedin.com)
Datum:
13.03.2019, 22:04 Uhr
Autor:
Comments:
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* gesponserter Link
Blogverzeichnis - Bloggerei.de