Gehört Lieferrobotern die Zukunft?


Immer häufiger sieht man sie auf den Straßen und in der Luft; kleine, scheinbar autonome Roboter, die von A nach B reisen um wichtige Lieferungen durchzuführen. Vor wenigen Jahren noch war die Technologie diesbezüglich eher kritisch, ob sich in absehbarer Zeit viel tun würde auf dem Markt. Aber nun ist es bereits 2020 und der Trend scheint nicht sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Zwei Länder geben dabei den Ton auf dem Markt an – die Vereinigten Staaten von Amerika und Estland. Wie die beiden sich gefunden haben, dazu hier mehr.

Digitaler Hub Estland

Dass Estland beim Thema „e-Mobilität“ ganz weit vorne mit dabei ist, sollte mittlerweile jedem klar sein, der sich ein wenig mit der Materie befasst. Denn das kleine Land im Baltikum hat es nach dem Zusammenfall der Sowjetunion wie kein anderes Land geschafft, so schnell so digital zu werden. Daher überrascht es auch nur wenig, dass man mit Starship eines der führenden Unternehmen für autonome Lieferroboter entwickelt hat.

An der Wand vom Hauptsitz des Starship Technologies in Tallinn ist eine Sammlung handgeschriebener Briefe angebracht. Fast alle von ihnen sind von Fans geschrieben; In ihren Zeichnungen vermitteln sie Herzen und Smiley-Emojis die Art von Verwunderung, die normalerweise für Notizen reserviert ist, die an Freunde und Familie geschickt werden. Dies ist die Generation an vorwiegend jungen Menschen, die in den 2000er Jahren groß geworden sind und sich daher gut mit Robotern auskennen, immerhin ist die Popkultur voll von ihnen.

Von wenigen Straßen zum Unicampus

Waren es vor einigen Jahren noch eine Handvoll an Straßen in der estnischen Hauptstadt, an denen man vereinzelt die Roboter in Aktion hat sehen können, ist es mittlerweile soweit, dass Starship in den USA strategische Partner gefunden hat. Und mit diesem werden ab dem kommenden Semester zu einer großen Anzahl Unicampusse beliefert. Jeder Roboter ist elektrisch, hat einen Kofferraum, der ungefähr 10 Kilo Fracht laden kann. Um sicher durch das Gelände zu navigieren, sind seitlich eine Anzahl an Kameras installiert, anhand derer Hindernisse identifiziert und vermieden werden. Sie haben einen Lieferradius von sechs bis acht Kilometern und können eine Höchstgeschwindigkeit von 8 Kilometern pro Stunde erreichen, was jedoch langsamer ist als eine Lieferung durch einen Menschen auf einem Fahrrad oder in einem Auto. Allerdings sind die Akkus mittlerweile so gut, dass die kleinen Lieferanten stundenlang aktiv sein können, ohne eine Pause zu brauchen. Studenten können sich daher wieder auf das Wesentliche konzentrieren – Lernen, feiern, schlafen, Probieren Sie verschiedene Online Blackjack-Strategien aus.Alles im eigenen Wohnheim, während die Pizza automatisch vor die Tür geliefert wird.

Große Pläne

Aktuell scheinen es alles noch Fingerübungen zu sein, mit denen das Unternehmen und andere versuchen, den Markt zu verstehen. Aber mittlerweile gibt es auch schon Pilotprojekte, bei denen Drohnen zum Einsatz kommen, um Lieferungen auszuführen. Daher ist es wohl mehr als nur wahrscheinlich, dass auch die kleinen Lieferroboter in naher Zukunft mehr und mehr an Aufmerksamkeit gewinnen werden. Zumal man in Tallinn an warmen Wochenenden mittlerweile auch in den Genuss kommen kann, in selbststeuernden Bussen durch die Stadt gefahren zu werden. Die Zukunft hat begonnen.



(Bild: starship.xyz)
Datum:
13.03.2020, 00:05 Uhr
Aktualisiert:
13.03.2020, 10:51 Uhr
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